Am kantonalen Pfaditreffen in Müllheim nehmen im Herbst rund 800 Pfadfinder teil

Im September soll das kantonale Pfaditreffen stattfinden. Die Organisation teilen sich die Pfadi Feuerpfeil Müllheim-Wigoltingen und Bürglen. Diese läuft trotz Coronakrise auf Hochtouren.

Manuela Olgiati
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Die Pfadfinderinnen Fabienne Gerber, Nina Roth und Fabienne Kreis treffen sich beim Pfadiheim am Rosenweiher in Müllheim.

Die Pfadfinderinnen Fabienne Gerber, Nina Roth und Fabienne Kreis treffen sich beim Pfadiheim am Rosenweiher in Müllheim.

(Bild: Manuela Olgiati)

Pfadi ist unverkennbar mit gemeinsamen Aktivitäten, Wald und Abenteuer in der Natur verbunden. Die Pfadi ermöglicht Kindern und Jugendlichen Erlebnisse in der Gruppe, Lagertage in der Natur und abenteuerliche Aktivitäten am Samstagnachmittag oder an einem Wochenende mit schlafen im Zelt.

«Pfadis knüpfen Freundschaften fürs Leben und sie lernen früh, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen», sagt Fabienne Gerber von der Müllheimer Pfadi Feuerpfeil. Ihre Pfadfinderkollegin, Fabienne Kreis von der Pfadi Bürglen fügt hinzu:

«In der Pfadi zeigen wir den sinnvollen Umgang mit der Natur.»

«Ayana» und «Kalinka», so lauten die Pfadinamen der beiden OK-Präsidentinnen des diesjährigen kantonalen Pfaditreffens (KaTre). Sie bereiten zusammen mit einem 10-köpfigen OK den Grossanlass in Müllheim beim Schulhaus Rietwies vor. Die drei Organisatorinnen sind seit der Primarschule selbst begeisterte Mitglieder der Pfadi.

Pfadi als eine Art Lebensschule

Bekannt ist, dass sich die Pfadis regelmässig treffen. Geländespiele, Basteln, Schnitzeljagden, Knoten knüpfen, Kochen, Postenläufe, Lagerbauten oder das Erlernen von erster Hilfe sind beliebte Freizeitaktivitäten. Auch eine Art Lebensschule. Nina Roth alias «Stella», Verantwortliche für Kommunikation des diesjährigen KaTre, sagt:

«Bei uns sind alle willkommen, unabhängig von Herkunft, Kultur und Religion.»

Unternehmungen und Attraktionen finden dem Alter entsprechend in den Gruppen der Biber, Wölfe, Pfadis und Pios statt. Besondere Merkmale der Grundausrüstung bestehen aus Pfadihemd und Foulard - der sogenannten Pfadikrawatte.

Ausrüstung stärkt die Zugehörigkeit

Der Kantonalverband «Pfadi Thurgau» besteht aus allen Pfadiabteilungen im Thurgau. Gleichzeitig ist er Teil der Pfadibewegung Schweiz und damit auch der internationalen Pfadibewegung. Die Pfadfinderausrüstung stärkt die Zugehörigkeit, sagen die Pfadis.

Die Dachverbände von Buben- und Mädchenpfadi wurden im Jahr 1987 fusioniert. Heute sind Mädchen und Buben «Wölfe »und «Pfadis». Die Leiter denken sich Aktivitäten für alle aus. Manche bleiben lieber beim Feuer als durchs Unterholz zu kriechen, andere messen sich in Wettkämpfen.

Zirkus Thurgovius am kantonalen Treffen der Pfadi Thurgau

Das kantonale Treffen ist einer der wichtigsten Grossanlässe der Pfadi Thurgau, an dem sich alle Thurgauer Abteilungen zu Spiel und Spass in einem Wettkampf treffen. Am 12. und 13. September kommen rund 800 Pfadis zwischen sieben und 15 Jahren nach Müllheim. Geplant ist neben dem Rietwiesareal ein Programm zum Thema «Zirkus Thurgovius». An verschiedenen Technik- und Spielposten messen sich Rudel, Fähnli und Equipen in ihrem Können. Auch für die Biberstufe wird ein stufengerechtes Programm organisiert. Mit der Siegerehrung endet der Anlass für alle Teilnehmenden. (mao)