Am Freitag Thema Nummer eins am Stammtisch: das vermeintlich verschmutzte Ettenhauser Trinkwasser

Am Donnerstag musste die Gemeinde Aadorf die Bewohnerinnen und Bewohner von Ettenhausen und Iltishausen vor vermeintlich verunreinigtem Trinkwasser warnen. Am Freitagnachmittag folgte dann die Entwarnung aus Frauenfeld.

Kurt Lichtensteiger
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Die Ettenhauserinnen und Ettenhauser können ihr Wasser wieder bedenkenlos trinken.

Die Ettenhauserinnen und Ettenhauser können ihr Wasser wieder bedenkenlos trinken.

Bild: Kurt Lichtensteiger

Am Freitagnachmittag kam die Entwarnung: «Das Trinkwasser von Ettenhausen und Iltishausen kann wieder bedenkenlos konsumiert werden», teilte das EW Aadorf mit.

Nach einer weiteren Probeentnahme am Reservoir Brandforen, an der Quellwasserfassung Rüetschberg, im Pumpwerk Tänikon und im Brunnen an der Rüetschbergstrasse konnte das kantonale Laboratorium keine Verunreinigung feststellen. Man gehe davon aus, dass die vermeintliche Verunreinigung während der Entnahme der Probe vom Mittwoch stattgefunden habe.

Thema Nummer eins am Stammtisch

Nach Flugblättern in 300 Briefkästen sowie Meldungen in diversen Medien war das Trinkwasser am Freitag natürlich Thema Nummer eins in der Gemeinde. So auch freitäglichen Morgen-Stammtisch im Aaheim.

Dort sagte etwa der Ettenhauser Louis Zehnder: «Ich habe mir keine allzu grossen Sorgen gemacht, zumal ich meine Zähne auch in Entwicklungsländern immer mit problematischem Trinkwasser geputzt habe.»

Dennoch habe er sich über Wikipedia darüber informiert, dass Kolibakterien vom menschlichen oder tierischen Darm stammen würden. Ein Kränzchen wolle er Brunnenmeister Chrigel Rutz und seinem Vorgesetzten, Betriebskommissionspräsident Matthias Küng, winden: «Denn diese haben prompt und richtig reagiert.»

Karl Müller wiederum hat vorsichtshalber seinen beiden Katzen und seinem Hund nur abgekochtes Wasser gegeben und selbst nur Mineralwasser getrunken, am Zähneputzen aber nichts geändert. Beni Baumgartner hat – wie andere Ettenhausener auch – den Flyer am Donnerstagabend entdeckt und ist im ersten Moment leicht erschrocken. «Ich habe befolgt, was an Vorsichtsmassnahmen auf dem Zettel stand, ohne dabei verängstigt worden zu sein.» Kühles Blut bewahrt hat schliesslich auch Felix Scheuring, der den schriftlichen Aufruf zufällig im Briefkasten entdeckt hatte und danach gleich einige Nachbarn orientierte.