Am 11. März bricht auf den Strassen der Frauenfelder Innenstadt das Chaos aus

In gut zehn Tagen beginnt der Kanton mit der Umgestaltung der Kreuzung vor dem Erchingerhof. Mit dem Start der Arbeiten ist der wichtige Verkehrsknoten im Osten der Innenstadt nahezu komplett gesperrt. Die Sperre dauert bis etwa Mitte Mai.

Stefan Hilzinger
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Stadtingenieur Thomas Müller und Jörg Schär, Projektleiter beim kantonalen Tiefbauamt, begutachten die Pläne. (Bild: Stefan Hilzinger)

Stadtingenieur Thomas Müller und Jörg Schär, Projektleiter beim kantonalen Tiefbauamt, begutachten die Pläne. (Bild: Stefan Hilzinger)

Jürg Schär will die Sache nicht schönreden: «Am 11. März so um 17 Uhr gibt es in Frauenfeld ein Verkehrschaos», sagt der Projektleiter beim Kantonalen Tiefbauamt. An diesem Montag beginnt der Kanton mit der angekündigten Umgestaltung der Kreuzung Erchingerhof.

Der Abschnitt der Zürcherstrasse zwischen Erchinger-, Mühletobel- und Ringstrasse ist ab dann bis zirka Mitte Mai komplett gesperrt. Eine Ausnahme bestätigt die Regel: Für den Stadtbus (Linie 2 und 3) sowie für Anwohner von Langdorf und Herten-Bannhalde bleibt der Linksabbieger aus der Erchingerstrasse in die Zürcherstrasse offen. Ansonsten heisst es seitens Kanton und Stadt:

«Weiträumig umfahren!».

Der Durchgangsverkehr solle am besten über Bahnhofstrasse und Talbachkreisel verkehren oder noch besser über die A7 und Attikon zur A1, sagt Projektleiter Schär. Während der Bauzeit ist die Ringstrasse eine Sackgasse und ins Mühletobel geht es via Staubeggstrasse und Schrenzehalde. Die Lage dürfte sich einen, zwei Tage nach Beginn der Sperrung wieder beruhigen, hoffen die Beteiligten.
 

Mit Bundesgeldern aus  dem Agglo-Programm

Der Sinn der Sache ist – nebst dem Ersatz der brüchigen Strassendecke – eine Umgestaltung der Kreuzung für mehr Sicherheit für Fussgänger und Velofahrer, sowie zu Gunsten des öffentlichen Verkehrs. Die Projektsumme beträgt 470000 Franken. «Die Massnahmen sind Teil des Frauenfelder Mobilitätskonzeptes 2030», sagt Thomas Müller, Leiter des städtischen Amtes für Tiefbau und Verkehr.

Umleitungen für den Stadtbus

Während der ganzen Bauzeit müssen die Stadtbuslinien 2, 3, 4, 23 und 41 umgeleitet werden. Die Haltestellen Erchingerhof und Soldatendenkmal können von sämtlichen Stadtbuslinien nicht bedient werden. Die Haltestelle Altstadt wird nur von der Linie 4 und 41 bedient. Als Ersatz für die Haltestelle Erchingerhof wird die Haltestelle Kehlhof ausserordentlich auch von der Linie 3 bedient. Als Alternative für die Haltestellen der Vorstadt muss die Haltestelle Bahnhof benutzt werden.(red)

Der Bund leistet deswegen aus dem Agglomerationsprogramm einen Anteil von 33 Prozent an die Kosten. Dafür wird der Fussgängerstreifen zwischen Erchingerhof und Konsumhof (Bezirksgericht) leicht stadteinwärts verlegt und mit einer Schutzinsel versehen. Die Bushaltestellen werden behindertengerecht umgestaltet.

Die Haltebucht verschwindet

Auf Seite Erchingerhof hält der Bus künftig wie schon vis-à-vis direkt auf der Strasse. Dies dient laut Schär einerseits der Sicherheit der Fussgänger. «Autos müssen hinter dem Bus anhalten. Sie können nicht mehr überholen und dadurch Fussgänger gefährden, die vor dem haltenden Bus gerade die Strasse überqueren», sagt Schär. Auf der Kreuzung kam es in den Jahren 2012 bis 2016 zu sieben Unfällen mit fünf Leichtverletzten.

Andererseits soll die Aufhebung der Bucht dem Stadtbus zu mehr Pünktlichkeit verhelfen. «Der Bus kann künftig seine Fahrt zügig fortsetzen, ohne in den Stossverkehr einfädeln zu müssen», sagt Thomas Müller. Im Zug der Arbeiten ersetzen die Werkbetriebe Frauenfeld eine Wasserleitung an der Ringstrasse und versetzen einen Elektrokasten. 

Frauenfelder Verkehrsknoten wegen Bauarbeiten zwei Monate gesperrt

Um den Übergang für Fussgänger zu verbessern, gestaltet der Kanton den Verkehrsknoten beim Erchingerhof um. Gleichzeitig bekommen die beiden Bushaltestellen behindertengerechte Einsteigekanten. Während der Bauarbeiten im März/April ist die Kreuzung gesperrt.
Stefan Hilzinger