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Thurgau: Aluminium in Paprikapulver aus China festgestellt

Das kantonale Laboratorium Thurgau testet 21 Gewürze auf Metalle und Schwermetalle.
Sebastian Keller
Gewürze aus Chilischoten können Schwermetalle enthalten. (Bild: fotolia)

Gewürze aus Chilischoten können Schwermetalle enthalten. (Bild: fotolia)

Paprika, Curry, Cayennepfeffer und Chilipulver: Gewürze peppen fade Speisen auf. Doch sie können auch die Gesundheit gefährden. Zum Beispiel, wenn sie zu viel Metalle oder Schwermetalle enthalten. Diese gelangen aus Böden, Wasser und Atmosphäre in Pflanzen, aus denen die Gewürze hergestellt werden.

Das kantonale Laboratorium Thurgau hat 21 Gewürzproben genauer unter die Lupe genommen. Das geht aus einer Zusammenfassung hervor, die unlängst auf der Webseite des Kantons aufgeschaltet wurde. Das Laboratorium verweist darauf, dass bisher für Gewürze vom Gesetzgeber keine Höchstwerte für Metalle festgelegt wurden. Zur Beurteilung einer möglichen Gefährdung durch Schwermettal wie Blei, Cadmium und Quecksilber könne aber die von der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit festgelegten tolerierbaren Verzehrmengen beigezogen werden.

Probe aus China fällt auf

Doch auch Leichtmetalle sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen: «Da die Aufnahme von Aluminium über Lebensmittel, Kosmetika, Kochgeschirr und Arzneimittel für die Bevölkerung bereits sehr hoch ist, ist die Vermeidung einer weiteren Aluminium-Aufnahme erwünscht», schreibt der Kantonschemiker in seiner Zusammenfassung.

Der Untersuchung der 21 Proben mittel Massenspektrometrie fiel aus gesundheitlicher Sicht positiv aus. «In den meisten Proben konnten keine auffälligen Gehalte an Metallen festgestellt werden», heisst es dazu im Bericht. Doch jedes Gewürz mundete dem Laboratorium dann doch nicht: So fiel eine Probe Paprikapulver aus China im Vergleich mit den anderen durch auffällig hohe Gehalte an Aluminium, Blei, Chrom, Eisen und Uran auf. Der Aluminiumgehalt sei sogar doppelt so hoch wie der höchst Wert einer Untersuchung aus dem Jahr 2012 von 21 Paprikapulver des zuständigen Amtes im Freistaat Bayern.

Abklärungen in Bundesbern

Das Thurgauer Laboratorium hat beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen toxikologische Abklärungen zum fraglichen Paprikapulver aus dem Reich der Mitte vorgenommen. Aus Bern kam bezüglich Giftigkeit Entwarnung: Aufgrund der geringen Verzehrmengen von Gewürzen bestehe «keine akute Gesundheitsgefährdung». Es sei davon auszugehen, dass die Probe durch den Verarbeitungsprozess kontaminiert oder in einem belasteten Gebiet angebaut wurde. Die Untersuchung hatte dennoch Konsequenzen, wie in der Zusammenfassung zu lesen ist: Der Lieferant wurde aufgefordert, die Rohstoffe aus Herkunft «mit schwermetallreduzierten Bodenbedingungen zu beschaffen und den Aluminiumgehalt im Rahmen seiner Selbstkontrolle zu minimieren».

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