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Glosse

Altpapier vier Punkt null

Für unsere Kinder ist nur das Beste gut genug. Hauptsache, sie müssen nicht mehr bei Wind und Wetter Altpapier sammeln. Oder so.
Olaf Kühne
Olaf Kühne

Olaf Kühne

Wer sich sein frühpubertäres Vergnügen noch mühselig aus der Altpapiersammlung der Cevi zusammensuchen musste, kann nur neidvoll nach Aadorf blicken. Nach den Sekschülern erhalten künftig auch Fünft- und Sechstklässler ein Tablet – also eine Art Computer, mit dem man tolle Filmli und Bildli anschauen kann. Nun sind die komischen Teile natürlich nicht fürs einschlägige Vergnügen gedacht. Nur schon, damit die EDU nicht auch in Aadorf noch eine Ortspartei gründen muss. Ist doch die hiesige Parteienlandschaft derzeit eh schon turbulent genug.

Nein, es geht um Digitalisierung, Industrie 4.0 und was halt sonst noch gerade hip ist, um Kinder arbeitsmarkttauglich zu machen. Dafür kann man gar nicht genug Geld ausgeben. Denn wir haben Fachkräftemangel, sagt man. Und von den Chinesen und Südkoreanern wollen wir uns schon gar nicht abtrocknen lassen. Die in jüngster Zeit viel gescholtene Aadorfer Schulbehörde macht das also schon gut. Klar könnte man diskutieren, ob es ausgerechnet superteure Apple-Produkte sein müssen. Aber hey, es geht um die Zukunft unserer Kinder. Da genügt uns das Beste. Und schliesslich haben wir damals auch nicht den letzten Mist aus dem Altpapier gefischt. Hochglanzheftli mussten es schon sein.

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