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Steckborn eröffnet im Gemeindehaus eine Alters-Anlaufstelle

Seit kurzem hat die Stadt ein Alterskonzept. Vieles sei schon gut, hiess es am Infoanlass Ende vergangener Woche. Verbesserungspotenzial orteten Versammlungsteilnehmer beim Informationsfluss.
Christof Lampart
Im Anschluss an die Vorstellung des Alterskonzepts gab es beim Apéro rege Diskussionen um das zuvor Gehörte. (Bild: Christof Lampart)

Im Anschluss an die Vorstellung des Alterskonzepts gab es beim Apéro rege Diskussionen um das zuvor Gehörte. (Bild: Christof Lampart)

Mitte 2017 setzte der Stadtrat Steckborn eine neunköpfige Arbeitsgruppe ein zur Erarbeitung eines Alterskonzeptes für die Stadt. Deren Vorsitzender, Steckborns Stadtpräsident Roger Forrer, präsentierte am vergangenen Donnerstagabend vor über 40 Interessierten die Resultate im Hotel Feldbach. Bei der Arbeit habe es sich gezeigt, dass es «bereits heute unglaublich ist, was schon in Steckborn für die älteren Leute gemacht und geboten wird», sagte Forrer.

Geringe Gefahr einer Überalterung

Steckborn verfüge über eine grosse Zahl an sehr attraktiven Sport-, Kultur, Beschäftigungs- und Arbeitsmöglichkeiten, bei denen Senioren sinnvollen Beschäftigungen nachgehen könnte, sagte Roger Forrer. Mahlzeiten- und Rotkreuzfahrdienst, das Erteilen von Deutschkursen für Asylsuchende oder Senioren als helfende Hand in Primarschulzimmern seien zudem nur einige von vielen Möglichkeiten, bei denen sich Pensionierte freiwillig engagieren und Kontakte knüpfen könnten. Auch medizinisch und pflegerisch sei Steckborn gut durch Hausärzte, Spitex und diverse private Anbieter versorgt. Zudem sei das städtische Altersheim à jour. Mit einem Zuwachs von rund 50 Bewohnern pro Jahr und einer geringen Abwanderungsrate sei die Stadt weit davon entfernt, zu überaltern. Zwar zeigten laut Forrer subjektive Erhebungen, dass in den Quartieren Riethalden-Bächlistrasse, Scheitingen und im Mühlhofquartier mittelfristig die «Tendenz einer Überalterung» möglich sei. Doch könne diese Annahme schnell wieder umkehren, wenn in kurzer Zeit jüngere Personen in freiwerdenden Liegenschaften einzögen.

Eine Plattform für Altersfragen

Dennoch gebe es Raum für Verbesserungen. Etwas ganz Wesentliches betrifft den Informationsfluss.

«Der für uns fast wichtigste Punkt ist die Schaffung einer Anlaufstelle für Altersfragen beim Einwohneramt.»

Forrer sagt: «Wir wollen eine Plattform schaffen, bei der sich die Einwohner über die vorherrschenden Angebote in Altersfragen zumindest soweit informieren können, dass sie nach dem Besuch wissen, an welche Stelle sie sich mit ihrer Frage wenden können.»

Das Alterskonzept soll nun aktiv bekannt gemacht werden. Die Abgabe einer Broschüre an Neuzuzüger ist ebenso geplant wie der Druck von kleinen Infoblätter zu Altersfragen wie Mobilität, Wohnen im Alter und anderen. Die Broschüren sollen dann auf der Gemeinde aufliegen und an Anlässen verteilt werden. Damit das Alterskonzept aktuell bleibt, trifft sich die Arbeitsgruppe künftig halbjährlich, um bei Bedarf notwendige Anpassungen vornehmen zu können.

Präsident Forrer betonte, dass es ihm ein Anliegen sei, dass die Vereinsamung im Alter aktiv bekämpft werden könne. Er stelle bei Besuchen immer wieder fest, dass die Topografie der Stadt am Unterseehang und die Tatsache, dass im Alter die Mobilität sukzessive abnehme, dazu führten, dass viele Senioren in ihren Einfamilienhäusern vereinsamten. Auch fehle für Palliative-Care-Situationen bis anhin in der Gemeinde die Koordination. Die Arbeitsgruppe empfiehlt hier die Schaffung einer Teilzeitstelle.

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