Alternativkultur

Mit Endspurt 100'000-Franken-Schwelle übersprungen: Das Crowdfunding des Frauenfelder Kulturvereins Kaff für die neue Lokalität war erfolgreich

Nachdem es vor einem Monat noch nicht so gut aussah, ist der Teil der Finanzierung mittels Spendensammlung nun doch geschafft. Ziel ist es, den Kulturpavillon in Holzelementbauweise auf dem Unteren Mätteli in Frauenfeld auf Herbst 2021 in Betrieb zu nehmen.

Mathias Frei
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Eine Visualisierung der geplanten Lokalität auf dem Unteren Mätteli.

Eine Visualisierung der geplanten Lokalität auf dem Unteren Mätteli.

Bild: PD/Joel Introvigne

«Wir haben es geschafft!» Das vermeldet der Kulturverein Projekt Kaff auf seinem Facebook-Auftritt. Man habe beim seit August auf lokalhelden.ch laufenden Crowdfunding für den geplanten Kulturpavillon auf dem Unteren Mätteli die Finanzierungsschwelle von 100'000 Franken überschritten. «Wir sind überglücklich», sagt Vereinspräsident Julien Pizzini auf Anfrage dieses Mediums. Er danke allen Spenderinnen und Spendern. Jetzt gehe ein riesiger Ruck durch den Verein, alle seien noch ein Stück motivierter als sowieso schon. Pizzini sagt:

«Dass wir das Crowdfunding geschafft haben, ist nicht zuletzt auch eine Bestätigung für die Arbeit der vergangenen 16 Jahre.»
Julien Pizzini, Kaff-Vereinspräsident.

Julien Pizzini, Kaff-Vereinspräsident.

Bild: PD

Noch vor einem knappen Monat hatte die Kaff-Spendensammlung noch Rückstand. Anfang Dezember war erst knapp 60'000 Franken zugesichert. Dann läutete eine Berichterstattung in diesem Medium den Endspurt mit einer Aufholjagd ein. Kurz darauf ging eine viel beachtete Kunst-Gruppenausstellung in der Stadtgalerie Baliere mit Kaff-Exponenten über die Bühne. Zudem wurde Kaff-Solibier verkauft, und es fand eine Briefaktion statt. All dies habe schliesslich dazu geführt, dass man die Finanzierungsschwelle habe erreichen können, sagt Pizzini.

«In den letzten drei Wochen sind noch viele kleine, aber auch einige grössere Beträge eingegangen.»

Mit dem Erreichen der 100'000-Franken-Marke sei die Arbeit aber noch lange nicht getan. Noch bis Silvester laufe das Crowdfunding. Und auch danach sei man noch auf Spenden angewiesen. Zudem würden nun die Verhandlungen mit Sponsoren und Partnern anstehen, sagt Pizzini.

Kulturbetrieb ab Saisonstart 2021/22 angedacht

«Der Weg bis zur endgültigen Realisierung unserer neuen Lokalität auf dem Unteren Mätteli ist noch lang.» So heisst es auf der Kaff-Facebook-Seite. Die Pläne sehen vor, den Holzelementbau zum Start der Saison 2021/22, also kommenden Herbst, in Betrieb zu nehmen. Damit würden die Alternativkulturveranstalter, in deren Umfeld auch das Open-Air-Festival Out in the Green Garden oder die Autonome Schule als Bildungsort entstanden sind, nach anderthalb Jahren Heimatlosigkeit wieder eine feste Kulturlokalität bespielen können.

www.kaffaufdauer.ch

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