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Alter hat Zukunft: Die Pfyner Bevölkerung diskutiert ein Konzept über den dritten Lebensabschnitt

Die Seniorenkommission hat ein Alterskonzept entwickelt und die Einzelheiten der Bevölkerung vorgestellt. Bei der anschliessenden Diskussion in der Trotte kamen am Samstag weitere Anregungen zur Sprache.
Evi Biedermann
Am runden Tisch: Dorfbewohner diskutieren mit Mitgliedern der Seniorenkommission. (Bild: Evi Biedermann)

Am runden Tisch: Dorfbewohner diskutieren mit Mitgliedern der Seniorenkommission. (Bild: Evi Biedermann)

Nebst Warth-Weiningen, Stettfurt und Matzingen ist die Gemeinde Pfyn ebenfalls Pilotgemeinde des Projekts «Umsorgt älter werden in der Regio Frauenfeld». Initialanlass war allerorts eine Zukunftskonferenz, an der sich die Bevölkerung Anfang 2016 aktiv einbringen konnte. Gestützt auf deren Impulse und späteren Umfragen in der Gemeinde sind seither in den vier Gemeinden zahlreiche Teilprojektgruppen entstanden, die sich dem Thema zukunftsorientierte und koordinierte Altersarbeit widmen.

Die Pfyner Gemeindepräsidentin Jacqueline Müller. (Bild: Andrea Stalder)

Die Pfyner Gemeindepräsidentin Jacqueline Müller. (Bild: Andrea Stalder)

So wurde in Pfyn die Broschüre «Umsorgt älter werden in Pfyn/Dettighofen» erarbeitet, eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung für Bildübertragungen im öffentlichen Raum zwischen Trotte, Alterssiedlung und Kirche geschaffen sowie eine Seniorenkommission gegründet. Diese hat für die Gemeinde ein Alterskonzept ausgearbeitet. Am Samstag wurde es unter der Leitung von Martina Pfiffner in der Trotte öffentlich vorgestellt.

Gesellschaftliches Leben funktioniert überwiegend

Schwerpunkte darin sind Verkehr, öffentlicher Raum und Sicherheit, gesellschaftliches Leben, Freiwilligenarbeit, Gesundheitsdienste, Kommunikation und Information, Wohnen sowie Unterstützung der Gemeinde. Zu jedem der Themen wurde der Ist-Zustand analysiert und dazu Massnahmen mit Optimierungsmöglichkeiten erstellt. Blättert man durch das Konzept, entsteht der Eindruck, dass die Gemeinde mehrheitlich altersfreundlich unterwegs ist. Das gesellschaftliche Leben funktioniert, man trifft sich am Mittagstisch, in der «Krone» und in der Alterssiedlung in Pfyn, in der «Linde» in Dettighofen, und die Dorfgemeinschaft wird gelebt.

Programmteil der Age-Stiftung Zürich

Das Alterskonzept der Gemeinde Pfyn erarbeitete die Seniorenkommission. Unterstützt wurden die sieben Mitglieder dabei von Unternehmensberaterin Martina Pfiffner Müller, welche das Projekt «Umsorgt älter werden in der Gemeinde Pfyn/Dettighofen» seit Beginn begleitet. Das Projekt gehört zum Programm «Socius – wenn Älterwerden Hilfe braucht» der Age-Stiftung Zürich. Die Pfyner Seniorenkommission setzt sich wie folgt zusammen: Ruth Stadelmann, Gemeinderätin, Vorsitz; Elisabeth Gerber, Pro Senectute Dettighofen; Elisabeth Jahrstorfer, Pfarrerin evangelische Kirchgemeinde; Hans-Peter Luchsinger, Bewohner Alterssiedlung Lindebüel; Mathis Müller, Kantonsrat und neugewählter Gemeinderat; Rolf Müller, Leiter Alterssiedlung; Sissi Volkert, Pro Senecture Pfyn, die neu den Platz von Margrith Sidler einnimmt. (bie)

Pro Senectute, die Spitex und der Mahlzeitendienst sind etabliert und die Siedlung «Lindebüel» verfügt über 16 bezahlbare Alterswohnungen. Auch werden der öffentliche Raum und die Gebäude von der Bevölkerung als positiv bewertet. Intensiviert werden sollen dagegen die Generationenarbeit, die Bekanntmachung von Angeboten und die Nachbarschaftshilfe.

Umbauten, Neubauten oder Wohngemeinschaften?

Handlungsbedarf besteht beim Verkehr, der zu schnell durch beide Dörfer rollt. Von den Postautochauffeuren wird zudem Rücksichtnahme auf ältere Menschen gefordert. Beim Wohnen sollen verschiedene Wohnformen möglich werden, etwa Umbauten, Neubauten und Wohngemeinschaften. Nach der Präsentation diskutierten die 25 anwesenden Dorfbewohner an runden Tischen mit je einem Mitglied der Seniorenkommission weiter.

Dabei kamen weitere Anregungen und Ergänzungen auf den Tisch, die nun in der finalen Überarbeitung des Alterskonzepts berücksichtigt werden. Einzig der Mann beim Posten «Wohnen» hatte nichts zu vermelden. «Mit mir wollte niemand diskutieren», sagte Hans-Peter Luchsinger und hob lachend die Schultern. Es sei offenbar noch zu früh, über andere Wohnformen als das eigene Haus zu sprechen.

«Es ist auch niemand anwesend von der Generation, die es betrifft.»

Der nächsten Generation werde diese Auseinandersetzung leichter fallen, ist Luchsinger überzeugt. Die Frage laute dann nicht mehr: Wie will ich im Alter wohnen, sondern wie kann ich das Wohnen im Alter finanzieren?

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