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Altehrwürdige Frauenfelder Beiz macht bald Parkplätzen Platz

Am Ort des ehemaligen Restaurants Linde, eine der ältesten Gaststuben der Stadt Frauenfeld aus den 1870ern, parkieren bald mehr Bankkunden.
Samuel Koch
Das Restaurant Linde an der Murgstrasse 14 datiert aus dem Jahr 1866. (Bild: Samuel Koch)

Das Restaurant Linde an der Murgstrasse 14 datiert aus dem Jahr 1866. (Bild: Samuel Koch)

Jubel hier, wehmütige Blicke dort. Einerseits haben Kunden der Thurgauer Kantonalbank (TKB) in Frauenfeld bald mehr Parkierungsmöglichkeiten. Andererseits verliert die Stadt mit dem ehemaligen Restaurant «Linde» eine ihrer ältesten Gaststätten überhaupt. So weiss Lokalhistoriker Angelus Hux zu berichten:

«Das heute bestehende Haus, in dem die ‹Linde› untergebracht war, wurde 1866 durch Bäckermeister Jakob Güttinger erbaut.»

Angelus Hux, Lokalhistoriker. (Bild: Reto Martin)

Angelus Hux, Lokalhistoriker. (Bild: Reto Martin)

Jakob Forster (1844–1909) übernahm zehn Jahre später das Anwesen und erwarb dazu das Patent für eine Schenkwirtschaft, die er bis 1905 führte. Im Jahre 1913 ging die «Linde» erstmals ins Eigentum der TKB über, die sie bis heute noch zwei Mal veräussern sollte: 1919 an die Familie Bachmann und 2003 an Hansrudolf und Klara Honegger-Strassmann. Seit März 2013 besitzt die TKB die «Linde» wieder, in der Trudi Wagner 1998 das «Kufstein-Stübli» einrichtete.

Kulturlokalität und Bericht in Boulevardblättern

Zuletzt gingen Sympathisanten der Kulturarbeit für Frauenfeld (Kaff) mehrere Jahre in der «Linde» ein und aus. Zwischenzeitlich sorgte gar ein tätliche Auseinandersetzung eines früheren Lokalpolitikers dafür, dass Boulevardblätter schweizweit über die «Linde» berichteten. Nun plant die TKB auf der rund 730 Quadratmeter grossen Parzelle für 200'000 Franken den Abriss der «Linde» und den Bau von 30 Parkplätzen zu den gleichviel schon bestehenden. «Wir haben immer wieder Rückmeldungen von Kunden erhalten, die keinen Parkplatz finden», meint TKB-Sprecherin Anita Schweizer.

Bis vergangene Woche lag das Gesuch beim Amt für Hochbau und Stadtplanung öffentlich auf. Laut Stadtbaumeister Christof Helbling sind dagegen keine Einsprachen eingegangen. Klar ist, dass die Autoabstellplätze temporär und befristet auf fünf Jahre erstellt werden. «Die Parkplätze sind als Zwischennutzung gedacht», meint Anita Schweizer, «bis ein konkretes Konzept für ein geeignetes Bauvorhaben auf dem Areal erarbeitet ist».

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