Glosse

Als hätten wir in Frauenfeld nicht schon genug davon

Kreuz und Quer: Der Strassenverkehr in Frauenfeld ist derzeit eine Zumutung. Es kommt aber noch viel schlimmer.

Stefan Hilzinger
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Das Frauenfelder Stauchaos.

Das Frauenfelder Stauchaos.

(Bild: Andrea Stalder)

Dieses Jahr wird nicht lustig. Nein, trotz mildem Winter heisst es, sich das ganze Jahr über warm anziehen. Denn Frauenfeld droht eine Lawine, eine Verkehrslawine. Ja, einfach unglaublich, was einem da die Tiefbauämter zumuten.

Stefan Hilzinger

Stefan Hilzinger

Das Chaos am Marktplatz und die Umleitung über Thundorf (wo ist das überhaupt?), die behördlich verordnete Unterbindung von Schleichwegen und die ellenlangen Staus und Wartezeiten in der Frauenfelder Innenstadt sind noch nicht das Ende der Fahnenstange. Es kommt alles noch viel schlimmer. Also aufgepasst, liebe «Du bisch vo Frauefeld, wenn...»-Schreiberlinge!

«Dieses Jahr wird nicht lustig», titelte nämlich der «Landbote» aus Winterthur am vergangenen Samstag und kündigte darin eine Verkehrslawine an, die über Frauenfeld-West rollt, die knapp an der Zuckeri vorbeischrammt und Osterhalden mit voller Wucht trifft. Denn auch im Züribiet baut der Kanton, und zwar an der Stationsstrasse in Rickenbach-Sulz. Die ist wirklich in einem himmeltraurigen Zustand, wie der Schreibende unlängst feststellen musste.

Nun müssen die armen Rickenbacher ab Ende März über Frauenfeld-West, Osterhalden und Ellikon zirkulieren, wenn sie von Winti her heimwärts wollen, denn die Eisenbahnbrücke ist gesperrt. Statt fünf Kilometer haben sie dann 15 Kilometer Heimweg. Insgesamt dauert die Sanierung der Strasse rund ein Jahr. Wer weiss, vielleicht bleibt ja der eine oder andere Zürihegel im schönen Frauenfeld hängen? Genügend leere Wohnungen hat’s ja.