Kolumne
Alles besser als Gabalier

Murgspritzer

Mathias Frei
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Mathias Frei, Redaktion Thurgauer Zeitung, Frauenfeld

Mathias Frei, Redaktion Thurgauer Zeitung, Frauenfeld

Wasser in der Badi. Aber leider zu viel. Was für ein Wochenende. Alles wurde geflutet. Ohne Rücksicht auf Verluste. Da war der grosse Regen, der ganz Frauenfeld unter Wasser setzte. Regenvideos fluteten Facebook. «Du bisch vo Frauenfeld, wenn...» ging unter im Sturm der Wasserstandsmeldungen. Verschwörungstheorien tauchten in den Fluten auf. Einer habe einen Schieber in Gerlikon falsch geschoben. Entweder ein Sportwetten-Betrüger oder eine nordische Gottheit, wie Stapi Stokholm mutmasste. Stauseen wurden in Huggenbergers Heimat erdichtet. Das war grosse Unterhaltung, heinemol.

Dann kam die Tour de Suisse – und mit ihr die Ex-Missen. Tausende fluteten die Grosse Allmend. Die Partyband Wirbelwind spielte stürmisch. Sogar Beat Breu war da. Villiger wurden gefahren und runtergeraucht. Gümmeler mit rasierten Wädli, wo man hinsah. Ein Volksfest. Nur ein paar ehemalige Autopartei-Wähler, die sich über die Umleitung aufregten.

"Die Dirndl-Maderln ein müder Abklatsch von Dominique und Linda."

Kahle Wädli auch andernorts. In St. Güllen trugen sie mal wieder Lederhosen und huldigten ihrem Volks-Rock’n’Roller aus Kärnten. Die Dirndl-Maderln ein müder Abklatsch von Dominique und Linda. Ob geflutete Badi, lecke Staudämme in Gerlikon oder gesperrte Strassen: Alles besser als Gabalier. Sakrahaxn!

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