Allerhand Wünsche und Herausforderungen zum neuen Jahr in Frauenfeld

Am Neujahrsempfang der Stadt Frauenfeld im Rathaus hatte auch ein Zauberer einen Auftritt - und das war nicht der Stadtpräsident.

Claudia Koch
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Stadtpräsident Anders Stockholm spricht am Neujahrsempfang 2020 der Stadt Frauenfeld im Grossen Bürgersaal im Rathaus.

Stadtpräsident Anders Stockholm spricht am Neujahrsempfang 2020 der Stadt Frauenfeld im Grossen Bürgersaal im Rathaus.

(Bild: Reto Martin)

Gesundheit, weniger Arbeit und nette Gesellschaft. So lauteten die meist genannten Wünsche für das neue Jahr. Monica Huber aus dem Kurzdorf, wo sie seit 38 Jahren mit ihrem Mann Ueli wohnt, ist wunschlos glücklich. «Ich nehme mir keine Vorsätze, ich mache», sagte sie. Sie hofft jedoch, weiterhin zwei- bis dreimal pro Woche Sport treiben zu können und mental fit zu bleiben. Sie schätzt den sehr guten Kontakt zu den Senioren in der Nachbarschaft und würde mehr Respekt für ein angenehmes Leben im Quartier begrüssen.

Auf weniger Arbeit freut sich Peter Kunz aus Frauenfeld, der seine Schreinerei verkauft hat und ab Frühling 2020 nur noch zu 50 Prozent tätig sein wird. Er kommt regelmässig an diesen Anlass, um den Kundenkontakt zu pflegen. Die achtjährige Sarina Jenni aus Frauenfeld war mit ihrer Familie, darunter ihre Grossmutter, gekommen. Die Drittklässlerin, die im Langdorf zur Schule geht, wünscht sich einen Hund und vor allem mehr Ferien. Bei Grossmutter Anni Jenni steht die Gesundheit für ihre Liebsten zuoberst auf der Wunschliste.

Bei allem Schönen bleiben auch Herausforderungen

Stadtpräsident Anders Stokholm begrüsste die Anwesenden mit dem Zitat «Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne». Das vergangene Jahr habe viel Zauberhaftes hervorgebracht, wie etwa das Mitsommerfest, sagte Stokholm weiter. Ausserdem wurden drei neue Stadträte gewählt, was gute Veränderungen mit sich brachte.

Inzwischen konnten erste Legislaturschwerpunkte festgelegt werden, die sich auf die Wirtschaft, die Umwelt und die Gesellschaft beziehen. «Welche grossen Herausforderungen sich in der Wirtschaft stellen, zeigte sich kurz vor Weihnachten mit dem Konkurs der Firma Tuchschmid.»

Mentalist George Kolidas findet heraus, welches der Umschlag mit dem Geld ist.

Mentalist George Kolidas findet heraus, welches der Umschlag mit dem Geld ist.

(Bild Reto Martin)

Da Stokholm nach eigener Aussage nicht zaubern kann, übergab er dies an George Kolidas, einen gebürtigen Griechen, der sich als Mentalist bezeichnet. Kolidas, der ADHS hat und IV-Bezüger ist, berichtete kurz über sein nicht einfaches Leben. Mit Stadtrat Andreas Elliker und weiteren Assistenten – darunter die Stadträte Fabrizio Hugentobler und Barbara Dätwyler Weber – gelang es Kolidas, bei Gemeinderatspräsidentin Severine Hänni dasjenige von fünf Couverts ausfindig zu machen, das einen Geldschein enthielt. Als Geschenk durften alle Gäste eine CD mit einem Neujahrskonzert mitnehmen.