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Agroscope: Regierungsrat Schönholzer schlägt Alternative zur Zentralisierung vor

Der Thurgau fordert, dass Posieux als zentraler Agroscope-Standort in Frage gestellt wird. Die Forschung soll stattdessen an drei anderen Standorten zentralisiert werden – auch in Tänikon. Die Ostschweizer Regierungskonferenz unterstützt den Thurgau.
Larissa Flammer
Der Agroscope-Standort in Tänikon ist wegen Zentralisierungsplänen des Bundes gefährdet. (Bild: Olaf Kühne)

Der Agroscope-Standort in Tänikon ist wegen Zentralisierungsplänen des Bundes gefährdet. (Bild: Olaf Kühne)

«Es zeichnet sich deutlich ab, dass der Kampf zum Erhalt der Deutschschweizer Agroscope-Standorte auf der politischen Bühne in Bern gewonnen werden muss», heisst es auf einem Faktenblatt des Thurgauer Regierungsrats Walter Schönholzer. Der FDP-Politiker hat dort die Haltung und die Anliegen seines Kantons zur Zentralisierung von Agroscope zusammengefasst. Gemeinsam mit weiteren Vertretern der Ostschweizer Regierungskonferenz traf sich Schönholzer am Montagabend mit den ostschweizerischen Mitgliedern der Bundesversammlung und setzte sich für den Erhalt der Forschungsstandorte Tänikon, Wädenswil und Reckenholz ein. «Auch der Kanton Zürich steht ganz und gar hinter unserem Anliegen», sagt Schönholzer auf Anfrage.

Parlamentarier müssen Mehrheit herbeiführen

Es sei nun wichtig, dass die beiden im Bundesparlament eingereichten Kommissionsmotionen eine Mehrheit erhalten, damit Zentralisierung gestoppt und gemeinsam mit dem Bundesrat eine Strategie erarbeitet werden könne. «Deshalb haben wir uns mit den Ostschweizer Parlamentariern getroffen. Sie müssen das Anliegen nun in die Fraktionen tragen und damit auch weiter Parlamentarier überzeugen. Es wäre schön, wenn uns auch einige Westschweizer unterstützen würden», sagt der Thurgauer Regierungsrat. Es sei beim Treffen kontrovers diskutiert worden, doch der Thurgau und die weiteren Ostschweizer Kantone, die den Forschungsstandort Tänikon ebenfalls beibehalten wollen, könnten auf eine «starke Unterstützung» der Parlamentarier bauen.

Unter anderem setzt sich die Thurgauer SVP-Nationalrätin Verena Herzog gegen die Pläne des Bundes zur Wehr. Sie war als Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur massgeblich dafür verantwortlich, dass der Sistierungsantrag eingereicht worden ist, wie sie mitteilt.

Grosses Sparpotenzial bei Nationalgestüt in Avenches

Der Kanton Thurgau fordert, dass der vorgesehene zentrale Standort Posieux im Kanton Freiburg grundsätzlich in Frage gestellt wird. Es sei ein eher kleiner Agroscope-Standort und zudem der mit dem höchsten Investitions- und Erneuerungsbedarf, wie dem Faktenblatt von Walter Schönholzer zu entnehmen ist.

Agroscope solle stattdessen auf drei Standorte konzentriert werden: Tänikon, Reckenholz (ZH) und Changins (VD). Daneben seien aber zusätzliche dezentrale «Satelliten» nötig – darunter auch der Versuchsbetrieb für Obstbau im thurgauischen Güttingen.

Auf dem Faktenblatt weist Schönholzer darauf hin, dass am Standort Tänikon 2017 «massive» infrastrukturelle Einsparungen umgesetzt worden seien. Nach diesem Vorbild könnten an anderen Standorten Einsparungen geprüft werden. Potenzial diesbezüglich sieht der Thurgau auch beim Nationalgestüt in Avenches, das zu Agroscope gehört. Keines der 17 strategischen Forschungsfelder von Agroscope würden das Führen eines Nationalgestütes beinhalten.

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