Adventliche Bescherung
Matzinger Kinder trotzen Corona und feiern besinnliche Chinderchile-Weihnachten

Pfarrerin Janine Haller war zwar krank. Gleichwohl konnten die jüngsten Matzinger am Sonntag an zwei Feiern den schönen Christbaum bewundern und Geschenke auspacken.

Andreas Taverner
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Wer dabei ist, bekommt ein Geschenk.

Wer dabei ist, bekommt ein Geschenk.

Bild: Andreas Taverner

Ein schöner Erfolg in Zeiten wie diesen. «43 von 50 möglichen Plätzen sind in der zweiten Aufführung der Chinderchile-Weihnacht besetzt», stellt Claudia Schmutz am Sonntagabend zufrieden fest. Sie ist für die reformierte Kirche Matzingen verantwortlich für die Chinderchile. Die zweite Aufführung am späteren Nachmittag sei im Vergleich zur ersten, die am früheren Nachmittag stattgefunden hat, viel besser besucht, sagt sie.

Geschenke unter dem geschmückten Weihnachtsbaum.

Geschenke unter dem geschmückten Weihnachtsbaum.

Bild: Andreas Taverner

Die beiden Anlässe sowie der Film, mit dessen Produktion im November begonnen wurde, wäre die unermüdliche Arbeit vieler Freiwilliger nicht möglich gewesen, erklärt Schmutz. Gleich bei der Begrüssung muss sie bekanntgeben, dass Pfarrerin Janine Haller krankheitshalber ausfällt. Kein Problem für die quirlige und initiative Schmutz. Sie meistert souverän den Gottesdienst.

Filmbeitrag statt Live-Weihnachtsspiel

Der prächtige Christbaum.

Der prächtige Christbaum.

Bild: Andreas Taverner

Die Leinwand wird vor den Christbaum gerollt. Mit dem Film, der pandemiebedingt als halbstündiger Ersatz für das sonst live gespielte Weichnachtspiel der Kinder erstellt wurde, beginnt sich weihnachtliche Stimmung breitzumachen. Es ist eine Weihnachtsgeschichte für Kinder, in der es unter anderem auch darum geht, dass so dunkel es auch ist, die Finsternis gegen das Licht einer Kerze keine Chance hat. So findet der Hirte Simon, gespielt von Anna Pinnow, in der Umgebung der reformierten Kirche nicht nur das vermisste Schaf. Mit den Kerzen seiner Laterne kann er selbst Licht in das dunkle Leben eines Diebes oder Bettlers bringen. Dass die Zuschauer den roten Faden nicht verlieren, dafür sorgt auf der Leinwand Erzählerin Aurelia Burgermeister.

Die ungeduldigen Kinder, die nur mit Mühe ruhig gehalten werden, haben aber nur ein Ziel vor Auge: Die Geschenke, die unter dem geschmückten Christbaum auf sie warten, so rasch als möglich zu öffnen.