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Lieber Fussball als Politik: Nur wenige Bettwieser kamen am Mittwochabend an die Gemeindeversammlung

Wegen der Fussballweltmeisterschaft fand die Gemeindeversammlung in Bettwiesen am Mittwoch eine Stunde früher statt. Die Stimmbürger blieben dem Anlass dennoch fern.
Christoph Heer
Gemeindepräsident Patrick Marcolin leitet die Bettwieser Gemeindeversammlung vor sehr wenig Publikum. (Bild: Christoph Heer)

Gemeindepräsident Patrick Marcolin leitet die Bettwieser Gemeindeversammlung vor sehr wenig Publikum. (Bild: Christoph Heer)

Zwischen dem letzten Spiel des abtretenden Weltmeisters aus Deutschland und dem wichtigen Spiel der Schweiz gegen Costa Rica – am frühen Mittwochabend blieb in Bettwiesen genug Zeit, acht traktandierte Geschäfte zu behandeln. Eine Stunde früher als sonst, um 19 Uhr, versammelten sich die Stimmberechtigten im Keller des Kindergartens.

Nur gerade 39 Personen, von insgesamt 776 Stimmberechtigten, zählte dabei der Souverän. Zum einen wohl auch infolge des herrlichen Sommerabends, zum andern aber auch, weil nicht wirklich etwas Diskussionswürdiges traktandiert war. Nichtsdestotrotz, was sein muss, muss sein. Gemeindepräsident Patrick Marcolin meinte vorgängig und mit einem Schmunzeln, dass er spätestens auf den Schweizer Spielbeginn hin die Versammlung abbrechen werde. Soweit kam es aber bei weitem nicht, denn nach rund 35 Minuten war die Sache erledigt.

Kleiner Zustupf ans Eigenkapital

Aus der Rechnung 2017 konnte Marcolin positive Zahlen erörtern. «Die Erfolgsrechnung weist einen Gewinn von 4435 Franken auf und schliesst damit um knapp 180000 Franken besser ab als budgetiert.» Der Gemeindepräsident wusste dieses positive Resultat einzuordnen. «Höhere Steuererträge von natürlichen und juristischen Personen und durch eine einmalig hohe Grundstückgewinnsteuer dürfen wir von einem kleinen Gewinn berichten.» Der Ertragsüberschuss fliesst in das Eigenkapital, der Souverän genehmigte dies einstimmig. Genauso einstimmig wurden alle anderen Traktanden abgesegnet. So kann das in die Jahre gekommene Friedhof- und Bestattungsreglement angepasst, aktualisiert und leserlicher gestaltet werden. Ebenso wird es von nun an ein klares Reglement mit Anhängen und Richtlinien beinhalten, so, dass auf Gemeinderatsebene Entscheidungen getroffen werden können. Zudem wird die Friedhofkommission von fünf auf drei Personen reduziert.

Einen kleinen Vorgeschmack auf die Budgetgemeindeversammlung im kommenden Dezember machte 20 Minuten vor dem Schweizer Anpfiff die Information betreffend Tempo-30-Zonen. Was jetzt nur ganz kurz angesprochen wurde – der Gemeinderat wird im Dezember einen Vorschlag unterbreiten – könnte dann für etwas mehr Zündstoff sorgen, als es am Mittwochabend der Fall war.

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