ABSTIMMUNG
«Wir waren seit Januar nicht untätig»: Steckborner Budget findet im zweiten Anlauf Anklang, womit die Stadt nun vorwärtsarbeiten kann

Die Steckborner Stimmberechtigten haben dem städtischen Budget 2.0 klar zugestimmt. Stadtpräsident Roman Pulfer ist erleichtert und blickt voraus auf anstehende Aufgaben.

Samuel Koch
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Sicht vom Eichhölzli aufs 3800-Einwohner-Städtchen am Untersee.

Sicht vom Eichhölzli aufs 3800-Einwohner-Städtchen am Untersee.

Bild: Andrea Stalder (Steckborn, 22. Oktober 2020)

Die Zeit mit Notbudget hat ein Ende. Ab sofort sind in Steckborn nicht mehr nur zweckgebundene Ausgaben erlaubt. Denn das Stimmvolk hat am Sonntag mit klarer Mehrheit und einem Ja-Anteil von 81,3 Prozent das überarbeitete Stadtbudget fürs laufende Jahr angenommen. Die Stimmbeteiligung lag bei 21,3 Prozent.

Noch Anfang Januar erteilten die Stimmenden der Stadt einen Denkzettel, als das Budget wegen lediglich zwölf Stimmen Unterschied und einer Mehrheit von 50,76 Prozent im Untersee versenkt wurde. Umso erleichterter zeigt sich Stadtpräsident Roman Pulfer am Sonntag nach Bekanntgabe des klaren Resultates. Er sagt:

«Es freut uns, wir sind dankbar für das Vertrauen.»
Roman Pulfer, Stadtpräsident Steckborn, FDP.

Roman Pulfer, Stadtpräsident Steckborn, FDP.

Bild: PD

Endlich könne die Stadt vorwärtsarbeiten, auch wenn Pulfer betonen will, dass man seit Januar nicht untätig gewesen sei. «Wir haben viele Arbeiten vorbereitet.»

Baldige Arbeitsgruppe für neue Gemeindeordnung

Als Beispiele für bevorstehende Aufgaben, die bisher blockiert waren, erwähnt Pulfer die Füllleitungen der Werke, Strassenbauprojekte oder auch die stadtratsinternen Strukturen wie mit der Überarbeitung der Gemeindeordnung. Beim letzten Punkt will der Stadtrat so schnell wie möglich die Arbeitsgruppe einsetzen, in der auch Vertreter der Ortsparteien und der Bevölkerung Einsitz nehmen werden.

Mit der finanzpolitischen Ehrenrunde verbesserte sich das Budget der Stadt Steckborn. Zunächst bei Ausgaben von 16,41 Millionen Franken und mit einem Verlust von 326'000 Franken rechnet das jetzt angenommene bei Ausgaben von 16,52 Millionen Franken mit einem reduzierten Minus von 46'000 Franken. Unverändert liegt der Steuerfuss bei 60 Prozent. Vom Denkzettel im Januar nehmen Pulfer und der Stadtrat mit, die Ressortverantwortlichen stärker einbezogen und das Budget gemeinsam mit den Abteilungen erarbeitet zu haben. Pulfer sagt: «Wir haben die Kritik gehört, das Anliegen umgesetzt, und werden es auch beim Budget 2022 wieder tun.»