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Bichelseer Gemeinderat sagt Abstimmung über "Landhaus" ab

Im September hätten die Stimmbürger von Bichelsee-Balterswil über den Umbau des Restaurants Landhaus befinden sollen. Nun macht das kantonale Amt für Denkmalpflege der Gemeinde einen Strich durch die Rechnung.
Olaf Kühne
Das Bichelseer «Landhaus» ist ein Bijou. Dieser Meinung ist auch die kantonale Denkmalpflege.Archivbild: Olaf Kühne

Das Bichelseer «Landhaus» ist ein Bijou. Dieser Meinung ist auch die kantonale Denkmalpflege.Archivbild: Olaf Kühne

Bichelsee braucht ein Restaurant. Darin waren sich an der Gemeindeversammlung vom vergangenen Mai alle einig. Selbst die Erkenntnis, dass die Liegenschaft «Landhaus» für die Gemeinde in der Vergangenheit ein Verlustgeschäft war – und es wohl auch bleiben wird – vermochte an diesem Urteil nichts zu ändern.

Auslöser für die Debatte war die Kündigung der bisherigen Pächter, vor allem aber der dringende Sanierungsbedarf im Restaurant, welcher sich insbesondere in der Gebäudetechnik sowie in der Küche akzentuiert. Erschwerend kommt hinzu, dass die in der Vergangenheit leer stehende Wirtewohnung weder über eine Küche noch über einen externen Zugang verfügt, faktisch also kaum vermietbar ist.

Umbaupläne im Mai vorgestellt

Gemeinderat und Liegenschaftenvorsteher Urban Brühwiler stellte im Mai denn auch entsprechende Umbaupläne vor: Neues Treppenhaus, angehobener Sitzplatz, Umkleideräume, Küche und eine Dreieinhalbzimmer-Wohnung zur separaten Vermietung sollten sich zu einem Kredit von 1,4 Millionen Franken summieren, über welchen die Stimmbürger am 23. September hätten befinden können.

Doch daraus wird nun nichts. Wie der Bichelseer Gemeinderat mitteilt, haben zwischen der Behörde und dem kantonalen Amt für Denkmalpflege zwei Gespräche stattgefunden. Dabei stellte der Kanton «wesentliche Teile der geplanten Arbeiten in Frage». Baugut wie etwa der äussere Kellerabgang, alte Türen, die Raumeinteilung und ein Einbaubuffet in der Wirtewohnung sollen nach Meinung der Denkmalpfleger erhalten bleiben. Zudem stört man sich in Frauenfeld an der geplanten Aussentreppe sowie an der Grösse des neuen Treppenhauses. Indes sind just diese neuen Aufgänge unabdingbar für eine künftige separate Vermietung der Wohnung im Obergeschoss.

«Der Gemeinderat hat entschieden, dass aktuell zu vieles unklar ist und nicht über eine konkrete Vorlage abgestimmt werden kann», schreibt die Behörde weiter und versieht den Titel ihrer Mitteilung gar mit einem Ausrufezeichen: «Noch keine Abstimmung im September!»

Hoffnung auf Kompromisse

Es gelte nun, zuerst mit der Denkmalpflege zu klären, wie weit diese auf ihrer ersten Einschätzung beharre – und was in gemeinsamer Planung an Modernisierung möglich sei.

Doch auch wenn der Bichelseer Gemeinderat diese Pläne «rasch» vorantreiben will: Das Restaurant werde sicher «für einige Monate» geschlossen bleiben. Gespräche mit möglichen neuen Pächtern seien indes bereits geführt worden. «Zu gegebener Zeit» will der Gemeinderat weiter informieren.

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