Abstimmung

Ja zu Sporthalle für Frauenfelder Berufsschule - ein Start-Ziel-Sieg für den Sport

Die Thurgauer Stimmbevölkerung sagt mit 67 Prozent Ja zur 13,65 Millionen teuren Schulsporthalle am Bildungszentrum für Technik in Frauenfeld.

Silvan Meile
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Regierungsrätin Carmen Haag, Chefin des Departements für Bau und Umwelt, am Sonntag mit dem Modell der neuen Turnhalle für das Berufsbildungszentrum Technik (BZT) in Frauenfeld.

Regierungsrätin Carmen Haag, Chefin des Departements für Bau und Umwelt, am Sonntag mit dem Modell der neuen Turnhalle für das Berufsbildungszentrum Technik (BZT) in Frauenfeld.

Bild: Reto Martin

Der Neubau mit zwei Turnhallen für das Bildungszentrum für Technik in Frauenfeld erhält am Abstimmungssonntag breiten Zuspruch der Thurgauer Stimmbevölkerung. Eine Zweidrittelmehrheit beziehungsweise 67,09 Prozent der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger befürworten den Objektkredit von 13,65 Millionen Franken für den Neubau der Schulsporthalle im Westen der Stadt. Die Stimmbeteiligung lag bei 41,4 Prozent.

«Das Resultat zeigt, dass der Schulsport in der Bevölkerung unbestritten ist.»

Das sagt Regierungsrätin Carmen Haag, Chefin des Departements für Bau und Umwelt. Schliesslich gehe es auch um die Gesundheit. Die Zustimmung zeigt sich im ganzen Kanton. Keine der 80 Thurgauer Gemeinden lehnte diesen Hallenneubau ab.

Keine Gegenstimme im Grossen Rat

Dieser Urnengang vermochte im Vorfeld die Gemüter der Stimmbevölkerung nicht zu erhitzen. Ein eigentlicher Abstimmungskampf fand nicht statt. Der Bedarf dieser Berufsschulturnhallen war sowohl in der Politik wie auch in der Bevölkerung unbestritten. In der Pflicht, eine solche zu bauen, ist der Kanton.

Niemand sprach sich öffentlich gegen das Projekt der Sporthallen aus. Auch Leserbriefschreiber hielten sich mit Abstimmungsempfehlungen zurück. Im Thurgauer Grossen Rat fiel im Sommer zu Zustimmung gar wuchtig aus. 119 Kantonsräte stimmten für den Kredit, niemand dagegen.

Käferholz aus dem Staatswald

Ein Grund für die breite Akzeptanz dürfte sein, dass die Turnhallen mit viel einheimischem Material gebaut werden. Wie bereits beim Erweiterungsbau des Regierungsgebäudes in Frauenfeld wird nun auch für das Turnhallenprojekt Holz aus dem Staatswald verbaut. Dieses musste wegen Befalls durch den Borkenkäfers geschlagen werden. Ausserdem soll der Neubau wenig Energie verbrauchen. Erstellt wird er im Minergie A-Standard.

Die geplante Sporthalle trägt den Projektnamen «Doppeldecker» und stammt aus der Feder des Zürcher Architekturbüros Kit. Es ging als Sieger aus einem Architekturwettbewerb hervor. Die beiden Turnhallen kommen übereinander zu liegenden. Das Gebäude wird um ein Geschoss in den Boden versenkt. Über dem Untergeschoss aus Beton tritt es oberirdisch als Holzbau in Erscheinung. In den Plänen der Architekten ist bereits mitberücksichtigt ist, dass später der Anbau einer dritten Halle möglich ist.

Eigene Sporthallen für die Berufsschule

In den beiden Turnhallen werden künftig vor allem die rund 1100 Berufsschüler des Bildungszentrums für Technik (BZT) Sport treiben. Sie nutzten bisher die Sporthallen der Kantonsschule sowie die Militärsporthalle beim Auenfeld.

Voraussichtlich im Jahr 2023 soll der erste Sportunterricht im Neubau stattfinden. Von ihm sollen auch Vereine profitieren. Sie werden sich in die Hallen der Berufsschule einmieten können. Eine Infrastruktur für Events oder grössere Sportwettkämpfe wird aber nicht angeschafft, da sich die Hallen in einem Wohnquartier zu stehen kommen.