Abriss verschoben: Das ehemalige Restaurant Linde in Frauenfeld wird zur Asylunterkunft 

Im ehemaligen Frauenfelder Restaurant Linde werden vorübergehend Personen aus dem Asylbereich untergebracht. Das Gebäude, das der Thurgauer Kantonalbank gehört, hätte eigentlich abgerissen werden sollen. Der Abriss wurde nun vertragt, um in Zeiten von Corona mehr Platz für Asylsuchende zu schaffen.

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Das ehemalige Restaurant Linde in Frauenfeld wird vorerst nicht abgerissen.

Das ehemalige Restaurant Linde in Frauenfeld wird vorerst nicht abgerissen.

Bild: pd 

(stm) Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) überlässt dem Kanton Thurgau die Liegenschaft des ehemaligen Restaurants Linde an der Murgstrasse 14 in Frauenfeld als kurzfristige Notlösung zur unentgeltlichen Nutzung bis circa Mitte Juni 2020, heisst es in einer Mitteilung des Thurgauer Sozialamtes. Die Wohnungen sollen durch Personen aus dem Asylbereich bewohnt werden.

Mehr Platz benötigt wegen Coronavirus-Massnahmen

Das ehemalige Restaurant Linde in Frauenfeld hätte eigentlich abgebrochen werden sollen. Nun verschiebt die Thurgauer Kantonalbank den Abbruch des Gebäudes, damit der Kanton Wohnraum schaffen kann für Personen aus dem Asylbereich. Die kantonalen Asylunterkünfte waren zum Zeitpunkt des Beschlusses der ausserordentlichen Lage im Kanton Thurgau Mitte März 2020 voll belegt, heisst es in der Mitteilung weiter.

Zuständig für die Betreuung der Personen aus dem Asylbereich ist die Peregrina-Stiftung im Auftrag des Sozialamts des Kantons Thurgau. Das Sozialamt und die Peregrina-Stiftung sind seit mehreren Wochen daran, zusätzliche Liegenschaften zu mieten.

Ziel ist es, die kantonalen Asylunterkünfte zu entlasten und weniger dicht zu belegen und dadurch besonders gefährdete Personen vor dem Coronavirus zu schützen. Einzelne Personen aus dem Asylbereich werden deshalb in anderen Liegenschaften untergebracht.

Zeichen der Solidarität

Auch die drei Wohnungen in der Liegenschaft Linde sollen ab Mitte April 2020 durch gesunde Personen aus dem Asylbereich bewohnt werden, die dem Kanton Thurgau zugewiesen sind. Der Kanton orientiert sich bei der Unterbringung konsequent an den Weisungen des Staatssekretariats für Migration (SEM) und des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Das Angebot der TKB, den Abbruch des Gebäudes kurzfristig aufzuschieben und es für Unterkünfte zur Verfügung zu stellen, kommt dem Kanton Thurgau entgegen und wird als Zeichen der Solidarität in der aktuellen ausserordentlichen Lage geschätzt, schreibt das Sozialamt in seiner Mitteilung.