Das evangelische Pfarrhaus soll in Aadorf einem Neubau weichen

Die Zukunft der evangelischen Pfarrhäuser stand an der Aadorfer Kirchgemeindeversammlung im Zentrum.

Kurt Lichtensteiger
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Das evangelische Pfarrhaus an der Aadorfer Wiesentalstrasse soll frühestens 2021 durch einen Neubau ersetzt werden.

Das evangelische Pfarrhaus an der Aadorfer Wiesentalstrasse soll frühestens 2021 durch einen Neubau ersetzt werden.

Bild: Kurt Lichtensteiger

Nach einer besinnlichen Einleitung von Pfarrerin Esther Walch weckte das zweite Traktandum, die Information über die Zukunft der Pfarrhäuser, das Interesse der 54 anwesenden Kirchbürgerinnen und Kirchbürger. Stefan Kormann, Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde Aadorf-Aawangen, erläuterte die Entscheidungsgrundlagen.

«In den nächsten zehn Jahren gehen wir davon aus, dass einerseits die Mitgliederzahl sinken wird und weniger Steuereinnahmen generiert werden, anderseits auch weniger Pfarrstellen benötigt werden.» Somit bestehe auch weniger Bedarf an Liegenschaften. Aufgrund dieser Ausgangslage stehe der Verkauf der Liegenschaft an der Leimackerstrasse im Raum – saniert für schätzungsweise 1,3 Millionen Franken, unsaniert für 800000 Franken.

Für das Pfarrhaus Leimacker hat die Kirchenbehörde keinen Bedarf mehr. Ob sie es saniert oder unsaniert verkaufen will, ist noch offen.

Für das Pfarrhaus Leimacker hat die Kirchenbehörde keinen Bedarf mehr. Ob sie es saniert oder unsaniert verkaufen will, ist noch offen.

Bild: Kurt Lichtensteiger

«Auf der anderen Seite steht die Investition von 2,2 Millionen Franken für den Abbruch und Neubau des Pfarrhauses an der Wiesentalstrasse zu Buche», fuhr Kormann fort. «Um die Gesamtkosten von 3 Millionen zu stemmen, bliebe bei einem Verkauf der sanierten Liegenschaft Leimacker in der Höhe von 1,3 Millionen nur noch ein Restbetrag von 900000 Franken.»

Auf einen Architekturwettbewerb für den Neubau Wiesentalstrasse, unter anderem mit Sekretariat und Besprechungszimmer, will man verzichten. Ende 2020 soll das Bauprojekt mit Einbezug eines Architekten eingereicht werden und 2021 realisierbar sein. Dies unter Vorbehalt der Bewilligung durch die Landeskirche.

Zur Rechnung 2018 und den Budgets 2019 und 2020 gab Seraina Lansel Auskunft: Das Budget 2020 sieht bei einem Totalaufwand von 1,4 Millionen Franken einen Verlust von 72000 Franken vor. Der Steuerfuss bleibt bei 19 Prozent. Eine Votantin plädierte angesichts der zu erwartenden Defizite für eine Erhöhung. Weil man keine Steuern auf Vorrat einziehen wolle, wurde dieser Vorschlag jedoch abgelehnt.

Zum Regionalzentrum Aawangen gab es keine Neuigkeiten, es sei denn, dass mit Anstössern eine Einigung erzielt werden konnte, um den Behinderten das Parkieren zu gestatten, ohne dass diese über den Treppenaufgang zur Kirche gelangen müssen.

Für ihre Dienste in der Kirchgemeinde wurden Hansueli Looser und Heinz Ammann geehrt. Ein Treuegeschenk erhielten Diakon Matthias Dietz (20 Jahre) und Pfarrer Steffen Emmelius (15 Jahre).

Diakon Matthias Dietz, Präsident Stefan Kormann und Pfarrer Steffen Emmelius.

Diakon Matthias Dietz, Präsident Stefan Kormann und Pfarrer Steffen Emmelius.

Bild: Kurt Lichtensteiger

Ein besonderer Gottesdienst findet am 23. Februar zur Verabschiedung der Sekretärin Irene Hess in der Gärtnerei Künzli statt. Nach gut einer Stunde pflegten die Versammelten noch etwas Gemeinschaft und liessen sich mit einem feinen Apéro verwöhnen.