Ab Sonntag gibt’s mehr Platz für einen Schwatz: In Diessenhofen eröffnet «Martinas Treff»

Gemeinsam mit ihrer Freundin hat Martina Roost auf Anfrage ihrer Stammkunden einen kleinen Treff eröffnet, wo Platz für geselliges Zusammensein ist. Damit will sie der fortschreitenden Vereinsamung entgegenwirken.

Thomas Brack
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Am Stammtisch in «Martinas Treff»: Hedi Brenner, Regula Blum und die Betreiberin des Treffs, Martina Roost.

Am Stammtisch in «Martinas Treff»: Hedi Brenner, Regula Blum und die Betreiberin des Treffs, Martina Roost.

(Bild: Thomas Brack)

Trotz vieler Baustellen in der Nachbarschaft und der allgemein tristen Situation im Gastrobereich, entschloss sich Martina Roost, «Martina’s Treff» an der Hauptstrasse in Diessenhofen zu eröffnen. Obwohl ihr Treff bereits seit einem Monat besteht, ist er ab dem 1. November für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Betreiberin sagt:

«Es sind meine Stammgäste, die immer wieder den Wunsch nach einem Treff geäussert haben.»

Martina Roost ist in Diessenhofen und der Umgebung keine Unbekannte. Während zwei Jahren führte sie den Badikiosk, vorher wirtete sie in der «Rhyhalde» und anderen Restaurants. «An jeden dieser Orte denke ich gerne zurück und würde sofort wieder mit dem Wirten beginnen», erzählt sie. Unterstützung in ihrem Treff erhält Martina Roost von ihrer jahrzehntelangen Freundin Regula Blum.

Zu ihrer Stammkundschaft gehört Ruth Altorfer, Restauratorin aus Schaffhausen, die seit vier Jahren in Diessenhofen lebt. ‹In ‹Martina’s Treff› finde ich geselliges Zusammensein und die Zeit für einen gemütlichen Schwatz», sagt sie. Auch Hedi Brenner aus Diessenhofen schätzt den Ort der lockeren Begegnung. «Mein Mann wird derzeit operiert. Aufgrund Corona kann ich ihn nicht einmal besuchen.» Weiter sagt die Rentnerin:

«Wenn mir zu Hause die Decke auf den Kopf fällt, entfliehe ich hierher, um mich mit anderen Menschen in ‹Martina’s Treff› auszutauschen. Das ist Lebenselexier für meine Seele.»

Gemeinsam gegen die Vereinsamung

Auch für Martina Roost war die zunehmenden Vereinsamung in der Gesellschaft ein wesentlicher Grund, der sie zur Eröffnung ihres Treffs bewegte. Platz für die Gäste ist in dem Kioskbetrieb auch in Coronazeiten genug vorhanden. Zu den Getränken wie Kaffee, Limonaden, Wein und Bier gibt es auch etwas zu naschen. Für die Pâtisserie sorgt der Beda-Beck. Monika Roost freut sich über jeden Gast, der beim Bummel durch die Altstadt aus Lust auf einen Kaffee oder Apéro oder einfach aus «Gwunder» bei ihr reinguckt.

Hinweis:

Öffnungszeiten ab dem 1.November: Montag und Dienstag von 9 bis 12 Uhr sowie 14 bis 18 Uhr, Mittwoch Ruhetag, Donnerstag bis Sonntag ab 12 Uhr.