Ab Mittwoch ist das Feuern mit Kohle und Holz im Thurgau wieder gestattet

Ausser im Wald und in Waldesnähe darf im Thurgau ab Mittwoch wieder mit Holzkohle und Holz grilliert werden. Damit wird das totale Feuerverbot vom 30. Juli aufgehoben. Gegen Ende der Woche dürfte Regen die Situation weiter entspannen.

Sebastian Keller
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Grillieren mit Holz: Ab Mittwoch ist dies im Thurgau wieder erlaubt. Im Wald und in Waldesnähe bleibt es hingegen weiterhin untersagt. (Bild: PD)

Grillieren mit Holz: Ab Mittwoch ist dies im Thurgau wieder erlaubt. Im Wald und in Waldesnähe bleibt es hingegen weiterhin untersagt. (Bild: PD)

Freunde des Feuers mit Holz und Holzkohle können ab Mittwoch wieder ihrer knisternden Leidenschaft frönen. Das Departement für Justiz und Sicherheit hat entschieden, das totale Verbot per Mittwoch, 22. August, aufzuheben. Das teilte dieses am Dienstag mit. Beantragt hat die Aufhebung der Fachstab Trockenheit, der sich aus verschiedenen Fachleuten des Kantons zusammensetzt.

«Die Niederschläge am Wochenende sowie die längeren Nächte und die morgendliche Feuchtigkeitsbildung haben die Situation entspannt», sagt Michel Sennhauser, Leiter des Fachstabs. Er hält aber fest, dass es im Wald und im Umkreis von 200 Metern von Wäldern weiterhin untersagt ist, Feuer zu entfachen. «Das gilt auch für Feuerstellen in Siedlungen, wenn sich diese näher als 200 Meter vom Wald befinden.» Begründung: Funkenwurf. Die Waldbrandgefahr wird auf Stufe Vier «grosse Gefahr», belassen, wie es in der Mitteilung heisst. Grillfreunden empfiehlt es sich, vor dem Anfeuern die Webseite der Gemeinde zu konsultieren. Denn: Kommunal können weiterführende Massnahmen aufrechterhalten werden.

Applaus für die Bevölkerung

Seit dem 30. Juli mussten Holz- und Holzkohle-Grilleure ihre Zange am Haken lassen. «Die Bevölkerung hat sich grossmehrheitlich an das Verbot gehalten», sagt Sennhauser. «Das Verständnis war spürbar.» «Vereinzelt» habe die Polizei dennoch Fehlbare verzeigt. Das Wasserentnahmeverbot gilt weiterhin. Denn: «Bei den Fliessgewässern ist die Entspannung noch nicht da», sagt Sennhauser. «Die Pegelstände liegen allgemein auf extrem tiefem Niveau», hält die Abteilung Wasserbau und Hydrometrie in ihrer jüngsten Einschätzung fest. Gesunken sind «dank der Abkühlung» die Flusstemperaturen. Bei der Thur liegen sie zwischen 21 und 26 Grad, im Rhein zwischen 24 und 26 Grad. «Kühleres Wasser kommt gewissen Fischarten zugute», sagt Sennhauser.

In den nächsten Tagen wir es nass

Weitere Entspannung ist in den nächsten Tagen in Sicht. Denise Praloran, Meteorologin bei MeteoSchweiz, sagt: «Mit Gewittern über dem Thurgau ist bereits am Mittwochabend zu rechnen.» Da dies lokale Wetterphänomene sind, wird es nur punktuell nass. Auch am Donnerstag kündigt sich Gewitterregen an. «Am Freitag dürfte dann eine Kaltfront grossflächig für Regen sorgen», sagt die Meteorologin. «Es sollte überall nass werden, auch wenn wir nicht mit viel Niederschlag rechnen.»

Auch dem Ventilator wird eine Pause gegönnt. «Die Temperaturen sinken», sagt Praloran. Am Samstag sollte es nicht über 22 Grad warm werden, am Sonntag nicht über 18. Die Meteorologin geht davon aus, dass es mit tagelangen Hitzeperioden vorbei ist – für dieses Jahr.