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Aadorfer Schulpräsidentin:
«Wir mussten sogar Kameraleute wegweisen»

An der Aadorfer Sekundarschule erhielten mehrere Schüler Todesdrohungen. Die Schulleitung ging in die Offensive und informierte sämtliche Schüler persönlich und alle Eltern per Brief. Seit unsere Zeitung am Donnerstag über die Vorfälle berichtete, sieht sich Schulpräsidentin Astrid Keller im Zentrum eines Medienrummels.
Olaf Kühne
Das Sekundarschulhaus Löhracker in Aadorf. (Bild: Reto Martin)

Das Sekundarschulhaus Löhracker in Aadorf. (Bild: Reto Martin)

Innert eines halben Jahres erfährt die Aadorfer Schulbehörde bereits den zweiten Medienrummel. Vergangenen Sommer trat Ihr Vorgänger überraschend zurück, jetzt die Geschichte mit den Morddrohungen. Wie erleben sie es?

Astrid KellerSchulpräsidentin Aadorf

Astrid Keller
Schulpräsidentin Aadorf

Astrid Keller: Dieses Mal ist das Medieninteresse natürlich ungleich grösser. Zeitungen, Radio, Fernsehen und Agenturen haben sich bei mir gemeldet. Damit haben wir zwar gerechnet, aber schliesslich mussten wir sogar Kameraleute vom Schulareal wegweisen. Dennoch: Dieses Mal waren wir vorbereitet.

Aufgrund Ihrer Erfahrungen vom vergangenen Sommer?

Nein, nur zu einem kleinen Teil. Vor allem, weil wir die ganze Kommunikation geplant hatten. Hierbei wurden wir durch das Schulische Kriseninterventionsteam sehr gut beraten. Die Kantonspolizei hatte uns zwar zuvor abgeraten, nur schon die Eltern zu informieren. Das Kriseninterventionsteam empfahl uns dann aber genau das Gegenteil.

Offensive Kommunikation?

Genau. Offensiv und vor allem koordiniert: Die Klassenlehrer haben am Dienstagmorgen ihre Schüler jeweils gleichzeitig informiert und ihnen einen Elternbrief mitgegeben Das hat sich rückblickend als der richtige Entscheid herausgestellt.

Weshalb?

So konnten wir verhindern, dass falsche Gerüchte in Umlauf kommen, und auch unseren Standpunkt nochmals klar kommunizieren: Wir dulden keine Gewalt, keine Drohungen, kein Mobbing. Und wir schützen die Opfer.

Wie verläuft derzeit der Schulbetrieb?

Ruhig. Wir haben ganz normalen Unterricht. Unsere Lehrerinnen und Lehrer werden aber die ganze Geschichte am Freitag nochmals thematisieren – so als eine Art Backup.

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