Aadorfer Protestanten wählen zwei Neue in ihre Kirchenbehörde

68 Stimmberechtigte der Evangelischen Kirchgemeinde Aadorf-Aawangen genehmigten die Jahresrechnung 2019 und erteilten der Vorsteherschaft die Verkaufskompetenz für die Liegenschaft an der Leimackerstrasse 5 in Aadorf.

Kurt Lichtensteiger
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Claudia Blum und Sandra Brunner traten zurück, Jeanette Saur und Susanne Eggimann folgten.

Claudia Blum und Sandra Brunner traten zurück, Jeanette Saur und Susanne Eggimann folgten.

(Bild: Kurt Lichtensteiger)

Coranabedingt fand diesmal die ordentliche Kirchgemeindeversammlung in der Evangelischen Kirche statt, wo der notwendige Abstand problemlos eingehalten werden konnte. Pfarrer Steffen Emmelius plädierte in seinen einleitenden Worten für mehr Weitsicht in unseren Handlungen, gleichsam einem «Kathedralendenken». Darauf wurden die Mitglieder der Kirchenvorsteherschaft, namentlich deren Präsident Stefan Kormann, Kirchenpflegerin Seraina Lansel und acht Mitglieder der Vorsteherschaft in ihren Ämtern für die Amtsdauer 2020-2024 glanzvoll bestätigt. Dabei ersetzen Susanne Eggimann und Jeanette Saur die zurückgetretenen Sandra Brunner (12 Jahre) und Claudia Blum (8 Jahre). Verdankt wurde auch die Mitarbeit von Petra Herzog, die während 16 Jahren Religionsunterricht erteilt hatte. Gar als «Legende» bezeichnet wurde Hans Rubi, der sich selbst nicht erinnern konnte, wie lange er schon Stimmenzähler ist. Es dürften sicher mehrere Jahrzehnte sein.

Positiver Rechnungsabschluss

Die Rechnung 2019 schliesst bei einem Totalaufwand von 1'403'546 Franken und einem Totalertrag von 1'456'629 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 53'082 Franken ab. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 28'702 Franken. Das gute Ergebnis konnte unter anderem mit höheren Steuereinnahmen und mit dem Wegfall eines Architekturwettbewerbs in der Höhe von 20'000 Franken begründet werden.

Das Pfarrhaus an der Wiesentalstrasse 16.

Das Pfarrhaus an der Wiesentalstrasse 16.

(Bild: Kurt Lichtensteiger)

Bekanntlich soll die sanierungsbedürftige Liegenschaft mit Wohnung an der Wiesentalstrasse 16 durch einen Neubau mit Wohnung und einem multifunktionalen Bürobereich sinnvoll genutzt werden. Ein Plan dafür liegt auf dem Tisch. Gestemmt werden kann dieser Neubau jedoch erst, wenn die nötigen finanziellen Mittel dafür vorhanden sind. Diese könnten aus dem Verkauf des Pfarrhauses an der Leimackerstrasse 5 stammen. Ein Verhandlungspreis von 1,3 Millionen Franken steht im Raum. Um dieses Geschäft abzuwickeln, wurde der Kirchenvorsteherschaft die Kompetenz erteilt, entsprechende Verhandlungen aufzunehmen. Das ehemalige Pfarrhaus an der Leimackerstrasse ist noch bis Juni 2021 an eine Wohngemeinschaft vermietet. Der Verkauf kann nur getätigt werden, wenn zuvor auch der Bau- beziehungsweise der Umbau und Renovationskredit für das Pfarrhaus Wiesentalstrasse genehmigt wurde.

Das Pfarrhaus an der Leimackerstrasse 5.

Das Pfarrhaus an der Leimackerstrasse 5.

(Bild: Kurt Lichtensteiger)

Aus und für die Kirchgemeinde

Als der Jahresbericht genehmigt worden war, gab es noch allerlei Wissenswertes aus der Kirchgemeinde. So findet am 17. Oktober, 19.30 Uhr, ein Orgelkonzert statt. Nach der kürzlichen Revision wird die Orgel für ein neues Klangerlebnis sorgen. Ein Impulsabend zur Konzerninitiative findet am 29. Oktober statt, ehe die Budgetversammlung am 26. November folgt. Die Frage, wie sich die Mitgliederzahl bewege – heute sind es 2'515 Stimmberechtigte – wurde mit «tendenziell sinkend» beantwortet. Auf gutes Echo stiessen die wöchentlichen Newsletter, die in der Coronazeit die Mitglieder auf dem Laufenden halten. Zu gewohntem Apéro und geschätztem persönlichem Austausch kam es wegen Covid-19 vorsichtshalber nicht.

27 Jugendliche konfirmiert

Unter dem Motto «Einzigartig» fanden jüngst auch die beiden diesjährigen Konfirmationsgottesdienste der evangelischen Kirchgemeinde in Aadorf statt. Einzigartig ist hoffentlich auch die Coronakrise, wegen der die Konfirmationen von Mai auf den Spätsommer verschoben werden mussten. Aber das tat der Freude und der Feierlaune der Konfirmierten und ihren Familien keinen Abbruch. Schliesslich ist das generationenübergreifende Feiern in den Kirchen, mit gewissen Einschränkungen, wieder möglich.

Die Aadorfer Konfimandinnen und Konfirmanden 2020.

Die Aadorfer Konfimandinnen und Konfirmanden 2020.

(Bild: ZVG)
Die Aadorfer Konfimandinnen und Konfirmanden 2020.

Die Aadorfer Konfimandinnen und Konfirmanden 2020.

(Bild: ZVG)