Aadorfer Neujahrsapéro steckte voller Überraschungen

500 Gäste, worunter auch Neuzuzüger, füllten am frühen Neujahrsabend den Aadorfer Kultur- und Gemeindesaal. Am Begegnungsort warteten gleich mehrere Überraschungen.

Kurt Lichtensteiger
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Pianist Silvan Zingg unterhält das Publikum des Aadorfer Neujahrsapéros. (Bilder: Kurt Lichtensteiger)

Pianist Silvan Zingg unterhält das Publikum des Aadorfer Neujahrsapéros. (Bilder: Kurt Lichtensteiger)

Nach einer kurzen Begrüssung übernahm Starpianist Silvan Zingg das Zepter, nicht wie angekündigt als Alleinunterhalter, sondern in Begleitung eines Bassisten und Schlagzeugers. Die Ergänzung zu einem Trio liess man sich gerne gefallen.  Doch davon später.

Als nach dem musikalischen Auftakt die Bühne für die gewohnte Ansprache des Gemeindepräsidenten freigeräumt worden war, senkte sich die grosse Leinwand.  Die beiden abtretenden Gemeinderätinnen Cornelia Hasler und Sabina Peter Köstli machten ihre Aufwartung, vorerst nicht zu Fuss, sondern gekonnt auf ihren Zweirädern. Auf diesen waren sie im Vorfeld in den fünf Dorfteilen unterwegs gewesen. Mit offenen und kritischen Augen, wie sich bei ihrer «Tour d’Horizon» herausstellen sollte. Mit Schwerpunkt auf ihren zugeteilten Ressorts «Kultur, Freizeit und Sport» sowie «Gesellschaft und Gesundheit» wiesen sie auf Schönheiten, Angebote, Erreichtes und Entwicklungsmöglichkeiten in Aadorf hin. Der einfallsreiche Sketch, unterstrichen mit Bildern und witzigen Dialogen, stiess sowohl bei den Alteingesessenen als auch den Neuzuzügern auf hörbares Wohlgefallen.

500 Besucherinnen und Besucher füllen den Aadorfer Gemeindesaal.

500 Besucherinnen und Besucher füllen den Aadorfer Gemeindesaal. 

Das Publikum bedankte sich für die Darbietung mit warmem Applaus, der bestimmt auch der verdienstvollen politischen Arbeit der vergangenen Jahre gegolten hat.

Ein Pianist der Extraklasse

Nach diesem herzergreifenden Abschied der zwei Gemeinderätinnen von der lokalpolitischen Bühne setzte sich erneut das Trio am Piano, am Kontra-Bass und am Schlagzeug in Szene. Stargast Silvan Zingg entpuppte sich dabei nicht nur als Meister des Boogie Woogie, sondern auch als Beherrscher verschiedener Stilrichtungen, vom sanfteren Blues bis hin zu Swing, Jazz und gar Klassik. An Virtuosität standen ihm weder der Bassist noch der Drummer kaum nach. Und weil zudem die eingestreuten Gags nicht fehlten, sah sich das gutgelaunte Publikum beschwingt und unterhaltsam ins neue Jahr geleitet.

In der Zwischenzeit hatten fleissige Hände dafür gesorgt, dass die Bedienung vom reichhaltigen Apéro- und Getränkebuffet doch zügig vorangehen konnte. Dass davon die meisten Gebrauch machten, war dann nur eine Selbstverständlichkeit.