Aadorf
Wegen Corona: Aadorfer Alterszentrum budgetiert für 2022 einen Verlust

Das Alterszentrum Aaheim veranschlagt auch für das kommende Jahr einen Verlust. Erfolgreich war hingegen die Suche nach einem neuen Heimarzt.

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Das Alterszentrum Aaheim ist eine eigenständige Körperschaft der Gemeinde Aadorf.

Das Alterszentrum Aaheim ist eine eigenständige Körperschaft der Gemeinde Aadorf.

Bild: PD

Die anhaltende Coronapandemie wirkt sich nicht nur auf den Betrieb des Aadorfer Alterszentrums Aaheim aus, sondern auch auf dessen Finanzen. Wie Geschäftsführer Gion Cola mitteilt, budgetiert die Einrichtung für kommendes Jahr erneut ein Defizit. Dabei sieht der Voranschlag bei Einnahmen von 9,134 Millionen Franken einen Verlust von 178'000 Franken vor.

Gion Cola Geschäftsführer Alterszentrum Aaheim

Gion Cola
Geschäftsführer Alterszentrum Aaheim

Bild: Olaf Kühne

«Das negative Ergebnis ist darauf zurückzuführen, dass infolge Covid-19 die Gastronomieeinnahmen von den auswärtigen Gästen wegfallen werden», schreibt Cola in seiner Mitteilung. «Zudem verursacht das Virus markante Mehrausgaben beim Schutzmaterial und bei den Personalkosten.»

Trotz diesem Minus will das Aaheim auch im kommenden Jahr kräftig investieren. So geht die Investitionsrechnung von Ausgaben in der Höhe von 1,039 Millionen Franken aus. Mit 400'000 Franken stellen dabei eine neue Telefon- und Notrufanlage sowie ein Alarmserver den Hauptharst. «Es handelt sich dabei um ein dringendes Projekt, da die Wartung des veralteten Systems nicht mehr gesichert ist», schreibt Cola hierzu. Weitere 135'000 Franken fliessen in die Erneuerung des IT-Netzwerkes. Das Projekt Wohnerweiterung der Wohngruppe 1 ist mit 80’000 Franken und die Umnutzung des Bades der Wohngruppe 3 zu einem Wohn-/Essbereich mit 50’000 Franken im Budget berücksichtigt. Gion Cola schreibt:

«Die beiden Projekte erbringen einen Mehrwert für unsere Bewohnenden.»

Für die Werterhaltung der Alterssiedlung sind Investitionen von 150’000 Franken vorgesehen.

Freuen dürfen sich auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein wenig. Gingen sie im laufenden Jahr noch leer aus bezüglich Lohnerhöhung, sieht das 2022er-Budget eine Erhöhung von einem Prozent für individuelle Lohnanpassungen vor.

Das Aaheim hat einen neuen Heimarzt

Nach über 30 Jahren in dieser Funktion ist bereits zu Beginn dieses Jahres der Heimarzt des Aaheims, Dr. Urs Arni, in Pension gegangen. Indes gestaltete sich die Such nach einer Nachfolge schwierig. Seine Patientinnen und Patienten wurden zwar von Ärzten aus der Umgebung übernommen. Indes blieb Arni weiterhin Heimarzt ad interim.

Eine Arbeitsgruppe erweiterte, nach erfolgloser Suche in der Umgebung von Aadorf, die Suchregion und nahm Verhandlungen mit «Emeda, die Heimarztplattform» auf. «Diese Verhandlungen waren nach intensiven Besprechungen erfolgreich und es wurde eine entsprechende Vereinbarung erstellt, welche auch vom Amt für Gesundheit Thurgau genehmigt worden ist», teil Gion Cola diesbezüglich mit. Emeda ist als mobile Haus- und Heimärzteplattform für die medizinische Versorgung von über 20 Pflegezentren in den Kantonen Zürich, St. Gallen, Thurgau und Solothurn zuständig und baut ihre Betreuungsangebote an weiteren Standorten aus.

Dr. med. Joachim Friese, Chefarzt der Emeda, ist Facharzt Notfallmedizin, Intensivmedizin und Chirurgie, hat mehr als 20 Jahre Praxis-Erfahrung als Mediziner und betreut mehrere Alters- und Pflegeheime in den Kantonen Thurgau und Zürich. Dr. Friese wird die neu eintretenden Bewohnenden, welche nicht durch ihre bisherigen Hausärzte weiter betreut werden können, als Patienten übernehmen. Dr. Arni bleibt weiterhin Mitglied der Betriebskommission des Aaheims. (red/kuo)

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