Aadorf
Gemeinde lässt einstigen Kugelfang der Schützengesellschaft Wittenwil-Weiern sanieren

Der Schützenverein hat sich aufgelöst, seine Altlasten sind geblieben: Der Aadorfer Gemeinderat hat die Aufträge für die Sanierung des Kugelfanges Wittenwil-Weiern vergeben.

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Das einstige Schützenhaus der Schützengesellschaft Wittenwil-Weiern ging nach deren Auflösung an den gleichnamigen Dorfverein über.

Das einstige Schützenhaus der Schützengesellschaft Wittenwil-Weiern ging nach deren Auflösung an den gleichnamigen Dorfverein über.

(Bild: PD)

(red) Das Amt für Umwelt des Kantons Thurgau hat bereits im Jahr 2016 entschieden, dass bei der Schiessanlage in Wittenwil bis Ende 2020 ein künstlicher Kugelfang eingebaut werden muss. In der Folge fanden Gespräche mit den Vertretern der Schützengesellschaft Wittenwil-Weiern und der Politischen Gemeinde Aadorf statt.

2017 hat dann die Schützengesellschaft an einer ausserordentlichen Generalversammlung beschlossen, sich per Ende 2018 aufzulösen. Die fragliche Parzelle 6504, welche als Zielhang mit Kugelfang diente, soll nach Abschluss der Sanierungsarbeiten an die Bürgergemeinde Aadorf abgetreten werden. Das nicht mehr benötigte Schützenhaus wiederum ging bereits an den Dorfverein Wittenwil-Weiern über.

Wie der Aadorfer Gemeinderat mitteilt, fanden für die Sanierung des Kugelfangs 2019 Voruntersuchungen statt. In der Aadorfer Investitionsrechnung 2021 ist ein Betrag für die Sanierung des Kugelfangs enthalten.

Die Zuständigkeit für die Sanierung von Kugelfängen ergibt sich aus dem Bundesgesetz über den Umweltschutz (USG) und aus der Verordnung über die Sanierung von belasteten Standorten (Altlastenverordnung, AltlV). Der Gemeinderat hat nun beschlossen, die Tiefbauarbeiten an die Wittenwiler Firma Kägi AG zu vergeben. Der Zuschlag für die Entsorgungsarbeiten erhielt die Winterthurer Firma Toggenburger AG.