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97,5 Prozent der Thurgauer Schulabgänger wissen, was sie nach den Sommerferien machen

Der grösste Teil der Schulabgänger taucht nach den Sommerferien in die Berufswelt ein. 69 Prozent beginnen eine Lehre. Auch für weitere hätte es Angebote: Noch immer sind 470 Lehrstellen nicht besetzt.
Sebastian Keller
Exaktes Arbeiten gehört zum Handwerk von Polymechanikern. (Bild: Mareycke Frehner)

Exaktes Arbeiten gehört zum Handwerk von Polymechanikern. (Bild: Mareycke Frehner)

In diesem Sommer verlassen 2806 junge Thurgauerinnen und Thurgauer die Volksschule, die kantonalen Brückenangebote oder Sonderschulen. 69 Prozent von ihnen beginnen nach den Sommerferien eine berufliche Grundbildung EFZ (Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis) oder EBA (Eidgenössisches Berufsattest). Die zahlenmässig beliebteste Lehre ist nach wie vor die kaufmännische: 864 Lehrverträge in diesem Bereich wurden heuer abgeschlossen. Dies war am Mittwoch an einer Medienorientierung des Thurgauer Amts für Berufsbildung und Berufsberatung zu erfahren.

Von den Schulabgängern machen 393 (14 Prozent) vom kantonalen Brückenangebot oder einer anderen Zwischenlösung Gebrauch. Wegen der sinkenden Nachfrage kann der Kanton an jedem der drei Standorten des kantonalen Brückenangebotes eine Klasse weniger führen. Insgesamt werden 240 Plätze in Romanshorn, Frauenfeld und Weinfelden angeboten. An weiterführende Schulen - Mittelschulen etwa - gehen 324 Schulabgänger, was 11,5 Prozent entspricht.

Ernst Kurzbein, Regionalstellenleiter Berufs- und Studienberatung Frauenfeld vom Amt für Berufsbildung und Berufsberatung, sagte an der Medienorientierung: «Über alles können wir ein positives Fazit ziehen.»

Noch immer fast 500 offene Lehrstellen

Offene Lehrstellen - mit Lehrbeginn August 2018 - sind immer noch zahlreiche zu finden. Per Ende Juni waren immer noch 470 Lehrstellen offen - alleine im Thurgau. Das entspricht einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr von zehn Prozent. «Der Fachkräftemangel zeigt sich bereits beim Schulaustritt», sagte Kurzbein. Es würden aber bis kurz vor Lehrbeginn noch Lehrverträge unterschrieben. Deshalb könne die Zahl der offenen Lehrstellen wie auch die Quote derer, die noch keine Anschlusslösung haben, weiter sinken.

Für Jugendliche, die wegen schulischer Defizite oder anderen Gründen keine Lehre EFZ oder EBA beginnen können, hat der Kanton ein neues Angebot geschaffen. Dieses geht zurück auf einen politischen Vorstoss im Grossen Rat. Die «Niederschwellige Ausbildung» schliesst mit einem Kompetenznachweis ab. Die Jugendliche arbeiten während zwei Jahren in einem Betrieb und besuchen einmal wöchentlich die Berufsschule in Kreuzlingen. In der Berufsschule werden sie in allgemeinbildenden Fächern unterrichtet. Für den ersten Start hätten sich sechs Jugendliche angemeldet. «Es handelt sich um ein Angebot, das sich zuerst etablieren muss», sagte Marcel Volkart, Chef des Amtes für Berufsbildung und Berufsberatung.

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