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Gemeinden sammeln 762 Unterschriften für Tobler Polizeiposten

Gemeindepräsident Rolf Bosshard hat mit drei Amtskollegen dem Regierungsrat eine Petition gegen die Schliessung des Polizeipostens Tobel übergeben.
Roman Scherrer
Stellvertretend für die Gemeinden Tobel-Tägerschen, Affeltrangen, Bettwiesen und Braunau: Rolf Bosshard, Ursula Klaus, Patrick Marcolin und David Zimmermann übergeben der Leiterin der Regierungskanzlei, Silvana Tschudi (links), die Petitionsunterschriften. (Bild: Roman Scherrer)

Stellvertretend für die Gemeinden Tobel-Tägerschen, Affeltrangen, Bettwiesen und Braunau: Rolf Bosshard, Ursula Klaus, Patrick Marcolin und David Zimmermann übergeben der Leiterin der Regierungskanzlei, Silvana Tschudi (links), die Petitionsunterschriften. (Bild: Roman Scherrer)

Während rund zweieinhalb Monaten haben sie Unterschriften für eine Petition gegen eine mögliche Schliessung des Polizeipostens in Tobel gesammelt. Gestern Nachmittag trafen sich die Vize-Gemeindepräsidentin von Affeltrangen und die Gemeindepräsidenten von Bettwiesen, Braunau und Tobel-Tägerschen vor dem Regierungsgebäude in Frauenfeld. Dort übergaben sie der Leiterin der kantonalen Regierungskanzlei, Silvana Tschudi, je einen Karton voller Unterschriftenbögen. Insgesamt 762 Unterschriften sind zusammengekommen.

Die vier Gemeindevorsteher sahen sich zum Handeln gezwungen, als der Thurgauer Regierungsrat sein Projekt Haushaltsgleichgewicht 2020 (HG2020) vorstellte (unsere Zeitung berichtete). Die Regierung hält darin fest, dass sie mit verschiedenen Massnahmen den Staatshaushalt ab dem Jahr 2020 um über 20 Millionen Franken entlasten will. Was die Polizeiposten betrifft, sieht sie ein jährliches Sparpotenzial von rund 240000 Franken.

Kanton prüft elf Standorte

Das Departement für Justiz und Sicherheit prüft deshalb zurzeit elf Posten im ganzen Kanton für eine mögliche Schliessung. Rolf Bosshard, Gemeindepräsident von Tobel-Tägerschen, und seine Amtskollegen sahen darin eine Bedrohung für den Tobler Standort.

Dank der Petition gegen eine mögliche Schliessung ist Bosshard, der vor seiner Wahl zum Gemeindepräsidenten selber Kantonspolizist war, wieder zuversichtlicher. «Wir sind zufrieden mit der Anzahl Unterschriften», sagt er. «Rund ein Viertel davon haben wir alleine in Tobel-Tägerschen gesammelt. Damit senden wir ein starkes Zeichen nach Frauenfeld.»

Gemäss Bosshard sollte man die Sicherheit grundsätzlich nicht zentralisieren. Er sieht den Standort Tobel vor allem wegen seiner geografischen Lage als strategisch wichtig an. «Da gibt es in der Thurtal-Ebene einige Posten, die viel eher auf der Kippe stehen.»

Motion im Grossen Rat eingereicht

Zuversicht strahlt auch David Zimmermann aus. «Hervorragend!», sagt der Kantonsrat und Gemeindepräsident von Braunau auf die Frage, wie man die Chancen auf den Erhalt des Tobler Polizeipostens nun einschätze.

Mit sieben weiteren Kantonsräten hat Zimmermann im Grossen Rat eine Motion eingereicht, welche fordert, dass die Festsetzung der Anzahl Polizeiposten dem Parlament übertragen wird.

Bisher bestimmt der Grosse Rat über die Grösse des Kantonspolizeikorps. Die Anzahl der Polizeiposten regelt jedoch der Regierungsrat. «Die Motion und die Petition passen zeitlich gut zusammen», so Zimmermann. Für beides sei Anfang 2019 eine Antwort zu erwarten.

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