40-Millionen-Badi
«Mit Vollgas dran»: Gegen das neue Hallenbad in Frauenfeld sind keine Einsprachen eingegangen

Während der öffentlichen Auflage der neuen Badi für knapp 40 Millionen Franken in Frauenfeld sind keine Einsprachen erfolgt. Die Bauarbeiten sollen im Oktober starten, mit zweijähriger Schliessung der kompletten Anlage.

Samuel Koch
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Das Hallen-, Frei- und Sprudelbad aus der Vogelperspektive vom Kanalweg her.

Das Hallen-, Frei- und Sprudelbad aus der Vogelperspektive vom Kanalweg her.

Bild: Olaf Kühne

Nach der Kältewelle nimmt der Frühling einen neuen Anlauf. So richtig Anlauf nimmt jetzt auch das Projekt Neubau Hallenbad Frauenfeld (NHF), wofür die Frauenfelder Stimmberechtigten im November ihr klares Einverständnis (76,9 Prozent Ja-Stimmen) zu einem Nettokredit über 39,34 Millionen Franken gegeben haben. Denn während der öffentlichen Auflage des Generationenprojekts bis Anfang vergangener Woche sind beim Amt für Hochbau und Stadtplanung keine Einsprachen eingegangen, wie Stadtbaumeister Christof Helbling auf Anfrage sagt.

Bauarbeiten starten Ende Oktober

Jetzt also biegt die Planungsphase des NHF auf die Zielgerade ein. Stadtrat Fabrizio Hugentobler zeigt sich erleichtert, dass die Bauarbeiten nach der vorerst letzten Freibadsaison Ende Oktober beginnen können. Der Departementsvorsteher Werke, Freizeitanlagen und Sport, der das Projekt bereits vor seiner Zeit im Stadtrat als Amtsleiter Freizeitanlagen und Sport betreute, sagt:

«Wir sind mit Vollgas dran.»
Fabrizio Hugentobler, Stadtrat und Departementsvorsteher für Werke, Freizeitanlagen und Sport.

Fabrizio Hugentobler, Stadtrat und Departementsvorsteher für Werke, Freizeitanlagen und Sport.

Bild: Andrea Stalder

Erst vergangene Woche hat der Stadtrat an seiner Sitzung die Nutzung eines NHF-Projekthandbuchs für die Projekt-, Planungs- und Bauphasen nach SIA-Norm genehmigt und freigegeben, da es sich beim NHF mit seiner «Grösse und technischen Anforderungen» um «ein komplexes sowie beziehungsreiches Bauprojekt» handelt. Das Projekthandbuch bestimmt verbindlich die Organisation und Abläufe für alle Beteiligten. Teil davon sind etwa Information, Kommunikation, Dokumentation und Planung von Leistung, Kosten sowie Terminen.

Zuerst steht Sanierung der Schadstoffe an

Hingegen nicht Teil des Handbuchs sind detaillierte Angaben zum Bauprojekt, also Bestellungen und Ausschreibungen, die jetzt auf Fabrizio Hugentobler und sein Team zukommen. Während der ersten Wochen ab Ende Oktober beginnen die Schadstoffsanierungen. Hugentobler sagt:

«Dann ist von aussen noch nicht viel sichtbar, bis dann die Bagger auffahren.»

Das sollte jedoch noch vor dem Jahreswechsel der Fall sein, wenn die Abbrucharbeiten des bestehenden Hallenbads beginnen.

Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich zwei Jahre. Während dieser Zeit bleibt das Hallenbad inklusive Frei- und Sprudelbad komplett geschlossen. Zumindest diesen Sommer aber steht die Badi noch allen Besucherinnen und Besuchern offen, sofern Corona nicht wieder zu Verschärfungen der Schutzmassnahmen führen sollte. «Corona hat keinen Einfluss auf die Bauarbeiten», sagt Hugentobler. Die Freibadsaison beginnt wie gewohnt, voraussichtlich am Samstag, 1. Mai.