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32'000 Quadratmeter in Grün: Frauenfelder Landschaftsarchitekten bekommen Grossauftrag in Bern

Ein grosser Erfolg für das Thurgauer Landschaftsarchitekturbüro Chaves Biedermann: Es baut am neuen Berner Fachhochschulcampus mit. Für Gebäude und Aussenraum sind 364 Millionen Franken budgetiert.
Mathias Frei
Eine Visualisierung der geplanten Campusanlage «Dreierlei» der Berner Fachhochschulen. (Bild: PD)

Eine Visualisierung der geplanten Campusanlage «Dreierlei» der Berner Fachhochschulen. (Bild: PD)

Ein so junges Büro und ein so grosses Projekt. Chaves Biedermann Landschaftsarchitekten werden, wie kürzlich bekannt wurde, für die Freiraumgestaltung des neuen Berner Fachhochschulcampus verantwortlichen zeichnen. Der Kanton Bern will die auf die ganze Stadt verteilten Fachhochschulgebäude an einem Standort zusammenführen. Kostenpunkt: 364 Millionen Franken. Normalerweise gehen etwa zehn Prozent der Investitionssumme in den Aussenraum. Wie viel nun beim Siegerprojekt in den Aussenraum fliesse, stehe noch nicht fest, sagt Miguel Angel Chaves. Er ist einer von zwei Inhabern des am Frauenfelder Bahnhof beheimateten Landschaftsarchitekturbüros. Der andere ist Matthias Biedermann.

Das gemeinsame Büro inklusive eines Ablegers in Solothurn gibt es zwar erst seit Ende 2017. Beide Inhaber haben aber schon vielfältige Berufserfahrung gesammelt. Beide haben den Master in Landschaftsarchitektur im Rucksack. Biedermann, gelernter Landschaftgärtner, leitete bei grösseren Zürchern Büros Projekte, bis er sich 2015 selbstständig machte. Chaves arbeitete als Projektleiter unter anderem bei Herzog & de Meuron in Basel.

Mit Stuttgart und Basel Projekt in Bern realisieren

Den Zuschlag für den Berner FH-Campus erhielt in einem offenen Wettbewerb von 36 eingereichten Projekten dasjenige namens «Dreierlei» von Wulf Architekten aus Stuttgart zusammen mit Studio Pez aus. Die Frauenfelder sind Teil davon. Pez und das Büro Chaves Biedermann hatten in der Vergangenheit schon gemeinsame Projekte realisiert. Das Projekt kombiniere die drei eigenständigen FH-Departementsgebäude mit einem gemeinsamen Sockelbau und einem grosszügigen Aussenraum zu einem übergreifenden Campusgelände, heisst es in der Medienmitteilung zum Architekturwettbewerb.

Die Inhaber des Landschaftsarchitekturbüros: Matthias Biedermann und Miguel Angel Chaves Gentil. (Bild: Mathias Frei)

Die Inhaber des Landschaftsarchitekturbüros: Matthias Biedermann und Miguel Angel Chaves Gentil. (Bild: Mathias Frei)

An der westlichen Stadtberner Peripherie liegt das Gebiet Weyermannshaus Ost, wo der Campus zwischen Zuggleisen und Autobahn zu stehen kommt und wo sich heute auf dem SBB-Areal Zwischennutzungen und eine Industriebrache befinden. 45'000 Quadratmeter misst das Areal, davon betreffen 32'000 Quadratmeter den Aussenraum. Biedermann erklärt:

«Derzeit arbeiten wir am Vorprojekt. Nach heutiger Planung werden die Bauarbeiten 2022 beginnen. Bezug des neuen Campus ist auf das Herbstsemester 2026 vorgesehen.»

Das Projekt sei wichtig für die Stadt Bern, sagt Chaves. «Denn es findet eine Aufwertung statt.» Der von den Frauenfeldern geplante Aussenraum soll auf das Quartier übergreifen und es einbeziehen. «Wir wollen verschiedene Aufenthaltsqualitäten schaffen», erklärt Biedermann.

Gute Landschaftsarchitektur abseits der Zentren

Gebäude sind früher oder später fertiggebaut. Im Gegensatz dazu befinde sich Aussenraum in einem stetigen Wandel, meint Chaves. Dieser Aspekt sei Teil ihrer Arbeit. Wie Biedermann sagt, habe man sich bewusst dazu entschlossen, nicht in Zürich oder Basel ein gemeinsames Büro zu gründen. «Sondern an einem Ort, zu dem man eine Beziehung hat», sagt Chaves. Das trifft auf Biedermann zu, der in Rheinklingen aufgewachsen ist. «Wir wollen zeigen, dass gute Landschaftsarchitektur auch abseits der Zentren möglich ist», meint Biedermann.

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