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Aadorfer Gemeinderat nimmt Stellung zur Verlegung der Grüngutsammelstelle

Vier Gemeinden stimmen am 25. November über den Ausbau der Aadorfer Kläranlage Auwiese ab. Kommt die Vorlage durch, verschwindet der Grüngutsammelplatz. Die Alternative passt nicht allen.
Olaf Kühne
Die Kläranlage Auwiese mit dem derzeitigen Grüngutsammelplatz. Künftig müssen Entsorgende zum Sammelplatz auf dem Areal der Hagenbucher Peter Bringer AG fahren (rechts im Bild). (Bild: Olaf Kühne)

Die Kläranlage Auwiese mit dem derzeitigen Grüngutsammelplatz. Künftig müssen Entsorgende zum Sammelplatz auf dem Areal der Hagenbucher Peter Bringer AG fahren (rechts im Bild). (Bild: Olaf Kühne)

Eigentlich ist der Ausbau der Kläranlage Auwiese keine kommunale Vorlage. Vielmehr befinden die Bewohner der dem Abwasserzweckverband Lützelmurgtal angeschlossenen Gemeinden über den 15.9-Millionen-Kredit (siehe Zweittext).

Abstimmung in allen Verbandsgemeinden

Mitglieder des Abwasserzweckverbandes Lützelmurgtal sind die Hinterthurgauer Gemeinden Aadorf, Bichelsee-Balterswil und Eschlikon sowie das zürcherische Hagenbuch. Die Stimmbürger dieser vier Gemeinden befinden am 25. November über einen Kredit von 15,9 Millionen Franken. Damit wird die Aadorfer Kläranlage Auwiese ausgebaut und modernisiert. Die 1973 eingeweihte und seither einmal nachgerüstete Anlage stösst längst an ihre Kapazitätsgrenze; eine Folge des starken Bevölkerungswachstums. Zudem schreibt der Bund die Eliminierung sogenannter Mikroverunreinigungen vor. Da es sich nicht um eine kommunale Vorlage handelt, ist am 25. November nicht entscheidend, wie die einzelnen Gemeinden abstimmen. Das Stimmenverhältnis im ganzen Verbandsgebiet entscheidet. (kuo)

Dennoch sieht sich der Aadorfer Gemeinderat bemüssigt, drei Wochen vor der Abstimmung eine Stellungnahme zu veröffentlichen. Denn während die Vorlage in den weiteren Verbandsgemeinden völlig unbestritten scheint, verschaffen sich in Aadorf, wenn auch nur vereinzelt, kritische Stimmen Gehör. Stein des Anstosses sind dabei nicht Ausbau und Modernisierung der Kläranlage. Vielmehr verschwindet mit dem Bau eines dritten Klärbeckens die Grüngutsammelstelle – eine Einrichtung, welche bis anhin vom Abwasserzweckverband kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.

Entsorgung kostet künftig 20 Rappen pro Kilo

Aadorfer Hobbygärtner bringen ihr Grüngut künftig zur Sammelstelle auf dem Areal der Peter Briner AG. Das liegt in Hagenbuch. Im Kanton Zürich. Ein Umstand, der jüngst Leserbriefschreiber empörte und auch am Tag der offenen Tür der Kläranlage am vergangenen Wochenende wiederholt thematisiert wurde. Nur: Der neue Sammelplatz liegt zwar tatsächlich ennet der Kantonsgrenze. Allerdings nur gerade 300 Meter Luftlinie entfernt von der derzeitigen. Dazu ist er mit dem Auto wesentlich besser erreichbar, weil er an einer Kantonsstrasse und nicht am Ende eines Wohn- und Industriequartiers liegt.

In seiner Stellungnahme bezeichnet der Aadorfer Gemeinderat den Wechsel denn auch als «passende Alternative». Und die Behörde äussert sich auch zu einer weiteren – ebenfalls kritisierten – Änderung: Künftig bezahlen Entsorgende 20 Rappen pro Kilogramm Grüngut. «Die Erstellung und der Betrieb eines neuen Grüngutsammelplatzes wären mit nicht unerheblichen Kosten verbunden, welche letztlich wieder auf die Gebührenzahlenenden überwälzt werden müssten», meint der Gemeinderat und rechnet vor, dass 100 Kilo Grüngut künftig gerade mal 20 Franken kosten.

«Ab kommendem Jahr nimmt die Abfuhr auch den Bioabfall mit – ohne Mehrkosten.»

Die Kosten für die Einrichtung eines neuen Sammelplatzes benennt Gemeindepräsident Matthias Küng auf Anfrage unserer Zeitung mit rund 400000 Franken. Und er erinnert daran, dass in der Gemeinde ja auch noch eine Grünabfuhr besteht. Diese finanziert sich über eine jährliche Gebühr von 75 Franken pro Haushalt, wird also auch von Menschen bezahlt, die keinen Garten haben. «Und ab kommendem Jahr nimmt die Abfuhr auch den Bioabfall mit – ohne Mehrkosten», rührt Küng für das Aadorfer Entsorgungsangebot die Werbetrommel.

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