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196 in den Thurgau Zugewanderte drücken die Schulbank

Seit einem Jahr führt der Kanton Thurgauer Integrationskurse für jugendliche Migranten durch. Einige haben es bereits geschafft, diesen Sommer eine Lehre anzutreten.
Jugendliche aus Eritrea drücken im Thurgau die Schulbank. (Bild: Donato Caspari)

Jugendliche aus Eritrea drücken im Thurgau die Schulbank. (Bild: Donato Caspari)

«Das ist nicht richtig Schule. Die Lehrerin muss uns vorne alles erklären», sagte eine eritreische Kursteilnehmerin in der ersten Woche verzweifelt zu ihrer Mathematik-Kursleiterin. Selbstständiges Arbeiten oder Gruppenarbeiten waren am Anfang schwierig für die Kursteilnehmer. Heute sei die junge Eritreerin eine der Besten im individuellen und selbstständigen Arbeiten, schreibt der Kanton in einer Mitteilung.

Ob die Integrationskurse des Kantons Thurgau ein Erfolg seien, sei nach erst einem Jahr schwer zu sagen. Die Fakten sprächen jedoch für sich. Von insgesamt 196 Teilnehmern hätten 13 – knapp sieben Prozent – das Sprachniveau B1 erreicht und träten im August eine Lehrstelle an. Weitere 30 Teilnehmer mit dem gleichen Sprachniveau besuchen ab Sommer einen weiterführenden Integrationskurs. Die Zusammenarbeit mit den zuweisenden Stellen wie dem Migrationsamt, der Peregrina-Stiftung und den Gemeinden funktioniere sehr gut. Das Konzept der Integrationskurse scheine nach einem Betriebsjahr bekannt zu sein.

Zehn Prozent kommen durch Familiennachzug

Von den Kursteilnehmern sind zehn Prozent keine Migranten, sondern im Rahmen eines Familiennachzuges in die Schweiz gekommen. In den Klassen mit durchschnittlich 13 Schülern ist die ganze Bandbreite an Vorkenntnissen vertreten. Obwohl die meisten Jugendlichen mündlich gut unterwegs seien, bereite ihnen das Lesen Mühe.

Was mache ich gerne? Diese Frage, die bei der Berufswahl der hiesigen Jugendlichen eine grosse Rolle spielt, sei für die Kursteilnehmer zweitrangig. Denn in vielen Kulturen würden ältere Verwandte entscheiden, was ein junger Mensch zu arbeiten habe, schreibt der Kanton. Sich mit seinen Stärken und Schwächen auseinanderzusetzen, sei daher ein wichtiger Teil der Integrationskurse. Für das neue Schuljahr seien die Teilnehmerzahlen leicht rückläufig. (red)

Drei Kursniveaus

Ziel der Kurse ist die Vorbereitung auf eine Berufslehre oder eine weiterführende Schule. Sie erfolgen auf drei Niveaus und dauern jeweils ein Jahr.
• Integrationskurs 1:
Deutsche Sprache
• Integrationskurs 2:
Beibezug des Stoffes aus der Sekundarschule
• Integrationskurs 3:
Berufsvorbereitung
Durchgeführt werden die Kurse durch Berufsfachschulen und die Stiftung Zukunft Thurgau. (red)

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