190 Quadratmeter Raum zum Mitdenken und für mehr: Das Frauenfelder Stadtlabor hat nun eine Heimat mitten in der Altstadt

Pre-Opening des Stadtlabors an der Zürcherstrasse 158: Regelbetrieb gibt’s ab nächstem Frühling. Die Raiffeisenbank stellt der Stadt die Räumlichkeiten drei Jahre lang unentgeltlich zur Verfügung.

Mathias Frei
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Blick durchs Schaufenster ins Stadtlabor in der Altstadt: Stadtpräsident Anders Stokholm, MFG-Projektleiterin Martina Dumelin, Reto Inauen (Leiter Raiffeisenbank Frauenfeld), Peter Koch (Amtsleiter Kommunikation und Wirtschaftsförderung), Sabina Ruff (Bereichsleiterin Sozialraum) und MFG-Projektleiterin Martina Pfiffner Müller.

Blick durchs Schaufenster ins Stadtlabor in der Altstadt: Stadtpräsident Anders Stokholm, MFG-Projektleiterin Martina Dumelin, Reto Inauen (Leiter Raiffeisenbank Frauenfeld), Peter Koch (Amtsleiter Kommunikation und Wirtschaftsförderung), Sabina Ruff (Bereichsleiterin Sozialraum) und MFG-Projektleiterin Martina Pfiffner Müller.

(Bild: Mathias Frei)

Es lag nicht nur am Glace und Prosecco. Vielmehr war es wohl die Neugier an den Räumlichkeiten, in denen die kommenden drei Jahre das Stadtlabor daheim sein wird. Auf jeden Fall fand sich am Montagnachmittag eine kleine Runde zum Pre-Opening an der Zürcherstrasse 158 ein. Eben noch konnte man hier bei Eva Kyburz Damenmode erstehen. Dann kam der Leerstand, und die Raiffeisenbank Frauenfeld kaufte vor zwei Monaten die Liegenschaft.

Das beim Nachtlabor im Oktober 2019 präsentierte Stadtmapping.

Das beim Nachtlabor im Oktober 2019 präsentierte Stadtmapping.

(Bild: Stefan Hilzinger)

Die für das Stadtlabor zuständige Sabina Ruff, Bereichsleiterin Sozialraum beim städtischen Amt für Kommunikation und Wirtschaftsförderung, war voll der Freude. Denn alles ging sehr schnell vonstatten. Der Raiffeisenbank war es wichtig, dass es keinen langen Leerstand gibt. Eine Sanierung der insgesamt vier Geschosse ist auf 2023 angedacht. Bis dahin stellt die Bank der Stadt das Erd- und das erste Obergeschoss (zweimal 95 Quadratmeter) unentgeltlich zur Verfügung. Diese Zwischennutzung komme der Raiffeisen gelegen, meinte Bankleiter Reto Inauen. Laut Ruff bedeutet das für die Bank Mindereinnahmen von rund 100'000 Franken.

Föteli vor dem Stadtlabor an der Zürcherstrasse 158.

Föteli vor dem Stadtlabor an der Zürcherstrasse 158.

(Bild: Mathias Frei)

Ab nächstem Frühling soll Betriebsgruppe Räume bewirtschaften

«Das Stadtlabor bietet Raum für mehr», sagte Ruff. Im Rahmen des «Café des Visions» kamen 2019 aus allen Quartieren Ideen für das Stadtleben und den Stadtraum zusammen. Diese Visionen wurden aufbereitet und in einem Stadtmapping vorgestellt. In den Räumlichkeiten in der Altstadt sollen zum einen die daraus entstandenen sechs konkreten Projektideen ausgearbeitet werden. Zum anderen ist das Stadtlabor Heimat von «Miteinander Frauenfeld gestalten». Hier soll ein Denk- und Begegnungsort entstehen, um gemeinsam die Stadt mitzugestalten. Ab nächstem Frühling soll es eine Betriebsgruppe geben.

«Mir schweben regelmässigen Öffnungszeiten vor, nach Möglichkeit mit einem kleinen gastronomischen Angebot.»

Das sagte Ruff. Bis es aber soweit ist, müssen die Räume aber noch eingerichtet, und es braucht ein Betriebskonzept.

www.frauenfeld.ch/stadtlabor

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