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Die Thurgauer Nationalratslisten: Mutter-Tochter-Gespann, Wohnort Dublin und keine rechtspopulistische Partei mehr

Die 135 Nationalratskandidaten aus dem Thurgau füllen 23 Wahllisten – mehr als vor vier Jahren. Der Frauenanteil ist deutlich höher.
Larissa Flammer
Ein Blick durch die Türe: der Nationalratssaal im Bundeshaus. (Bild: Thomas Hodel/Keystone)

Ein Blick durch die Türe: der Nationalratssaal im Bundeshaus. (Bild: Thomas Hodel/Keystone)

Helvetias Ruf ist im Thurgau gehört worden. 59 Frauen kandidieren in diesem Jahr für den Nationalrat. Das entspricht 44 Prozent aller Kandidaten – der Frauenanteil ist damit deutlich höher als bei den Wahlen im Herbst 2015 (33 Prozent). «Helvetia ruft» ist eine überparteiliche Kampagne der Frauenorganisation Alliance F und der Operation Libero.

Insgesamt haben 135 Thurgauerinnen und Thurgauer Ambitionen für einen der sechs Nationalratssitze des Kantons – darunter auch fünf Bisherige. Hansjörg Brunner (FDP), Verena Herzog, Diana Gutjahr (beide SVP), Christian Lohr (CVP) und Edith Graf-Litscher (SP) wollen ihren Sitz verteidigen. SVP-Nationalrat Markus Hausammann tritt nicht mehr an.

Die Kandidaten verteilen sich auf 23 Listen, die beim Kanton bis zum Fristende am Montagabend eingereicht wurden. Das ist eine Liste mehr als bei den letzten Wahlen. Damals kandidierten auch zwölf Personen weniger. Auf zwei der 23 Listen sind nur Männer aufgeführt: bei den BDP Best Agers und der EDU. Dafür gibt es auch eine rein weibliche Liste: die FDP Frauenliste.

35 Kandidaten waren vor vier Jahren schon dabei

Im Vergleich zu den letzten Wahlen fällt auf, dass Anglizismen im Thurgau Einzug halten. Die Liste BDP Best Agers ist nur ein Beispiel dafür. Das zweite ist die Liste CVP Newcomer.

Auch abgesehen von den Listenbezeichnungen ist das Kandidatenfeld internationaler geworden. Cyrill Schöni, Kandidat der Jungfreisinnigen Thurgau, gibt zum Beispiel als Wohnort Dublin an. Der 25-Jährige ist Kundenberater bei Google und gemäss Webseite der Jungpartei in der irischen Hauptstadt und in Hüttwilen wohnhaft.

Schöni ist zudem einer von vielen Kandidaten, die schon vor vier Jahren ihr Glück versucht haben. Neben den fünf bisherigen Amtsinhabern sind es nicht weniger als 30 Namen, die der Bevölkerung bekannt vorkommen könnten. Auf der Liste der EDU und der Stammliste der GLP haben sogar jeweils vier von sechs Kandidaten bereits Erfahrung im Führen eines Nationalratwahlkampfes.

Einer, der nicht zum ersten Mal als Kandidat dem Wahltag entgegenfiebert, ist Markus Berner. Der Betriebswirtschafter war 2015 Präsident der BDP Thurgau und führte damals die Liste der Partei an. In diesem Jahr dagegen ist er auf der Liste CVP Newcomer zu finden. Berner gab 2016 das Präsidium der BDP ab und wechselte wenig später die Partei.

Rechtspopulistische Partei tritt nicht mehr an

Zwischen den 135 Kandidatinnen und Kandidaten gibt es auch die eine oder andere verwandtschaftliche Beziehung. So tritt zum Beispiel Sandra Reinhart aus Amriswil auf der Liste der Grünen Partei Thurgau an, während ihre Tochter Simone Reinhart für die Jungen Grünen ins Rennen geht.

Nicht mehr vertreten im aktuellen Wahlkampf ist die Direktdemokratische Partei Schweiz (DPS). Vor vier Jahren kandidierte Mike Spielmann auf einer Liste mit diesem Namen für den Nationalrat. Die DPS wurde 2017 aufgelöst und in die Partei National Orientierter Schweizer (Pnos) aufgenommen.

Auch die Listen Junge EDU, EDU Gewerbe, Jungfreisinnige Bodensee und GLP KMU gibt es in diesem Jahr nicht mehr. Im Vergleich zu den letzten Wahlen wurden im Thurgau heuer dafür die Listen BDP Best Agers, FDP Frauenliste, GLP Engagiert, Junge EVP, SP 60+ und CVP Newcomer eingereicht.

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