FRAUENFELD
Telefonbetrüger gab sich als Thurgauer Polizist aus und wollte «Wertsachen in Sicherheit bringen» – jetzt sitzt er in Haft

Nach einem Betrugsversuch in Frauenfeld hat die Kantonspolizei Thurgau am Mittwoch einen 52-jährigen Mann verhaftet. Die Polizei rät zur Vorsicht bei solchen Anrufen.

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Der Telefonbetrüger konnte verhaftet werden.

Der Telefonbetrüger konnte verhaftet werden.

Symbolbild

(kapo/chs) Ein 67-jähriger Thurgauer erhielt am Mittwoch einen Anruf von einem unbekannten, hochdeutsch sprechenden Mann. Dieser gab sich als Polizist aus und behauptete, dass man nach einem Raubüberfall einen Täter verhaftet habe und bei diesem Notizen über ihn gefunden hätte. Der Betrüger wollte den Mann davon überzeugen, dass sein Geld und seine Wertsachen zu Hause nicht mehr sicher seien. Wie es in er Medienmitteilung der Polizei heisst, schlug der Unbekannte vor, dass er diese zusammenpackt und an einen Abholer zur Aufbewahrung übergibt.

Der Angerufene schöpfte sofort Verdacht, ging zum Schein auf den Vorschlag ein und alarmierte die Kantonspolizei Thurgau. Aufgrund der sofort eingeleiteten Massnahmen konnte wenig später ein 52-jähriger Türke aus dem Kanton Schaffhausen verhaftet werden, der das Paket abholen wollte.

Die Abklärungen durch die Kantonspolizei Thurgau sind noch nicht abgeschlossen.

Verhaltensempfehlungen der Kantonspolizei Thurgau:


- Echte Polizisten werden niemals die Übergabe von Geld oder Wertsachen verlangen.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen.
- Überprüfen Sie, ob es sich um einen echten Polizisten handelt. Beenden Sie das Gespräch (Hörer aufhängen!), rufen Sie die Notrufnummer 117 an, lassen sie sich mit ihm verbinden und fragen sie nach dem Sachverhalt. Die Betrüger sprechen Schweizerdeutsch oder Hochdeutsch.
- Lassen Sie sich nicht durch Telefonnummern auf Ihrem Telefondisplay in die Irre führen. Es ist technisch einfach möglich, die Nummer des Anrufenden zu verändern.
- Im Telefonbuch ist vielfach der volle Name der Geschädigten zu finden. Wenn dieser auf eine ältere und allenfalls alleinstehende Person hindeutet, ist das für die Betrüger interessant. Überlegen Sie, ob für Sie auch eine Abkürzung (beispielsweise «E. Muster» anstatt «Elisabeth Muster») möglich wäre.
Mehr Präventionstipps und Infos gibt es auch auf dieser Webseite

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