Frauenfeld, Schaffhausen, St.Gallen und Winterthur spenden gemeinsam 275'000 Franken

Die Städtepartnerschaft Schaffhausen – Frauenfeld – St. Gallen – Winterthur unterstützt im Jahr 2020 das Ernährungsprojekt der Stiftung «Fastenopfer» mit einem Betrag von 275'000 Franken.

Hören
Drucken
Teilen
Die Städte unterstützen ein Projekt des «Fastenopfers» im Kongo.

Die Städte unterstützen ein Projekt des «Fastenopfers» im Kongo.

(Bild: Michel Canonica)

Die Städte Schaffhausen, Frauenfeld, Winterthur und St.Gallen arbeiten in der Auslandhilfe eng zusammen. Jährlich alternierend nehmen die Städte Gesuche von Hilfsprojekten entgegen und empfehlen der Städtepartnerschaft ein Projekt zur Unterstützung. Eine vorberatende Kommission mit Vertreterinnen und Vertretern der vier Städte prüft die eingegangenen Gesuche nach gemeinsam festgelegten Kriterien und gibt eine Empfehlung für das favorisierte Projekt ab. Wie es in einer gemeinsamen Medienmitteilung der drei Städte heisst, trage das das Projekt «Demokratische Republik Kongo – Haushalte befreien sich nachhaltig von Hunger und extremer Armut» nachhaltig zur Ernährungssicherheit und Eigenständigkeit der Demokratischen Republik Kongo bei.

Hilfe zur Selbsthilfe

Das diesjährige Projekt konzentriere sich auf die Region um Kamutanga in der Provinz Kasaï-Central im schwer erreichbaren Zentrum des Landes. Die Bevölkerung lebe dort vorwiegend von der traditionellen Brandrodung, der Jagd und dem Sammeln und leide unter grossem Nahrungsmangel. «Das unterstützte Projekt überzeugt durch eine ökologisch nachhaltige, breit abgestützte Ausrichtung und durch eine Vielzahl an direkt und indirekt Begünstigten», heisst es in der Medienmitteilung. Es wird durch die Stiftung «Fastenopfer» in Zusammenarbeit mit «COOBIDIEP», einer lokalen Partnerorganisation, umgesetzt.

Seit 24 Jahren Untertützungsarbeit in der Region

«COOBIDIEP» wurde 1994 durch den Priester Joseph Kalamba, der in der Schweiz studierte und auch heute noch zeitweise hier tätig ist, gegründet. Die Organisation ist lokal verankert und leistet dank «Fastenopfer» seit mehr als 24 Jahren Unterstützungsarbeit in der Region. Als Grundlage für eine langfristige Verbesserung sollen Arbeit und Ressourcen gerechter verteilt und die Ernährungssicherheit erhöht werden. Auch der Solidaritätsgedanke, die Einführung von Sparkassen, das Konfliktmanagement innerhalb der Dorfgruppen sowie die Ausbildung von jungen Agronominnen und Agronomen sollen dazu beitragen.

Vom Unterstützungsbeitrag von 275‘000 Franken entfallen jeweils auf Winterthur 108‘000 Franken, auf St.Gallen 84‘000 Franken, auf Schaffhausen 48‘000 Franken und auf Frauenfeld 35‘000 Franken. Für die administrative Bearbeitung der Unterstützungsgesuche zeichnet dieses Jahr die Stadt Schaffhausen verantwortlich.