Zwischen Physik und Musik

Der Frauenfelder Oliver Reich hat seine Matura mit dem Notendurchschnitt von 5,67 abgeschlossen – dem besten an der Kantonsschule Frauenfeld.

Severin Schwendener
Merken
Drucken
Teilen
Vor dem Studium wird Oliver Reich Zivildienst leisten. (Bild: Severin Schwendener)

Vor dem Studium wird Oliver Reich Zivildienst leisten. (Bild: Severin Schwendener)

Frauenfeld. Auf die Frage, was er denn im Herbst studieren werde, winkt Oliver Reich zuerst einmal ab. Studiert wird nicht in diesem Herbst, sondern erst in einem Jahr. Vorher absolviert der frischgebackene Maturand seinen Zivildienst in einem Rehabilitationszentrum in Zürich.

Es ist eine Tätigkeit, die Engagement voraussetzt. Und Engagement ist etwas, was gut zu Oliver Reich passt. Man gewinnt den Eindruck, dass er die Dinge, die er anpackt, ernst nimmt und seriös verfolgt. Das ist auch bei der Musik so: Seit Jahren spielt er in einem Ensemble Gitarre. Rund eine Stunde pro Tag steckt er in dieses Hobby, das ihm wichtig ist und das er auch in Zukunft nicht aufgeben möchte.

Seriös vorbereitet

Um seine Maturanote macht er kein grosses Aufhebens. Klar, er habe sich seriös vorbereitet, aber es gebe auch für ihn durchaus andere Dinge im Leben neben der Schule. Dass sein Schwerpunktfach Mathematik und Physik war und er nach dem Zivildienst ein Physikstudium an der ETH ins Auge fasst, scheint zwar auf den ersten Blick das Bild vom strebsamen Naturwissenschafter zu bestätigen. Doch offenbar schliesst dieses Interesse ein solches für Musik und die Freude an Computerspielen nicht aus. Jedenfalls nicht für Oliver Reich. Denn «Karriere machen» stehe momentan sowieso nicht zuoberst auf seiner Prioritätenliste. Vielmehr geht es ihm darum, «wissenswerte Dinge zu lernen und mich selbst weiterzuentwickeln».

Forschernachwuchs fördern

Es ist also ein ganz und gar normaler junger Mann, der an der Maturafeier zusammen mit zwölf anderen Absolventinnen und Absolventen die Mappe der Schweizerischen Studienstiftung entgegennehmen durfte, die alle Maturanden mit einem Notenschnitt von 5,3 oder mehr erhalten.

Diese Stiftung hat es sich zum Ziel gemacht, leistungsstarke und breit interessierte Nachwuchstalente zu fördern, um damit den hohen Stand von Wissenschaft und Forschung in der Schweiz zu erhalten. Mit Oliver Reich setzt sie sicher aufs richtige Pferd.