Zweite Schranke gegen Elterntaxis

ESCHLIKON. In Eschlikon fahren zahlreiche Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Seit einem Jahr soll das ein Pfahl auf der Blumenaustrasse verhindern. Da die Massnahme noch nicht genügt, wird eine zweite Schranke errichtet.

Simon Dudle
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An der Blumenaustrasse soll an dieser Stelle vor der Primarschule eine Schranke errichtet werden. (Bild: Simon Dudle)

An der Blumenaustrasse soll an dieser Stelle vor der Primarschule eine Schranke errichtet werden. (Bild: Simon Dudle)

Das Phänomen ist an fast jeder Primarschule zu sehen: Eltern fahren ihre Kinder mit dem Auto, obwohl der Schulweg nicht lang wäre. Das trifft auch auf Eschlikon zu – und ist der Behörde der Volksschulgemeinde schon länger ein Dorn im Auge. «Jedes Kind, das gefahren wird, ist eines zu viel. Ausser es hat das Bein im Gips», sagt Schulpräsidentin Susanna Koller Brunner. Darum hat der Schul- den Gemeinderat überzeugt, den Elterntaxis den Riegel zu schieben. Vor einem Jahr wurde auf der Blumenaustrasse ein Pfahl aufgestellt, damit die von Osten her kommenden Eltern nicht mehr bis direkt vor die Primarschule fahren können.

Erste Schranke zum Test

Das war als einjähriger Test geplant. «Am Anfang hat es von den Anwohnern positive und negative Reaktionen gegeben. Danach aber nicht mehr. Die Sicherheit der Schüler ist grösser geworden», sagt Eschlikons Gemeindeschreiber Marcel Aeschlimann. Koller Brunner ergänzt: «Es ist jetzt viel ruhiger.»

Darum hat man sich entschieden, nach der Testphase die Blumenaustrasse definitiv zu sperren. Nur wäre man damit dem Problem der Elterntaxis wohl noch nicht Herr geworden. Diese haben noch immer die Möglichkeit, von Osten her zum Schulhaus zu fahren. Da die Strasse eng ist, sind regelrechte Wendemanöver unumgänglich.

Schul- und Politische Gemeinde wollen deshalb die Blumenaustrasse mit einer zweiten Schranke bestücken. Diese soll westlich des Schulhauses bei der Einmündung des Quantwegs (siehe Karte) errichtet werden. Auch soll sie mittels Schlüssel entfernt werden können, damit die Kehrichtabfuhr durchfahren kann und Anlieferungen möglich sind. Bei grösseren Anlässen wie zum Beispiel dem Silvesterlauf kann die Schranke «beseitigt» werden.

Elterntaxis wird man damit nicht völlig verbannen. Nur können die Väter und Mütter nicht mehr bis direkt vor die Primarschule fahren, sondern lediglich auf den Parkplatz der nahe gelegenen Sekundarschule Bächelacker.

Unterschiedliche Meinungen gibt es zur Frage, was die Blumenaustrasse künftig sein wird. Aus der Sicht der Politischen Gemeinde bleibt sie eine eigentliche Strasse, wie Gemeindeschreiber Aeschlimann sagt. Für Schulpräsidentin Koller Brunner wird daraus eine «Begegnungszone ohne vierrädrige Fahrzeuge». Schon jetzt werde auf der Blumenaustrasse in den Schulpausen Fussball gespielt.

Pläne sind einsehbar

Noch ist die zweite Schranke nicht definitiv. Bis am 6. Mai können die Pläne dazu im Gemeindehaus von Eschlikon eingesehen werden. Susanna Koller Brunner rechnet nicht damit, dass dem Projekt Widerstand erwächst. «Das hätten wir gehört. Es steckt ein grosses Bedürfnis dahinter», sagt die Schulgemeindepräsidentin.

Susanna Koller Brunner Präsidentin Volksschulgemeinde Eschlikon (Bild: Donato Caspari)

Susanna Koller Brunner Präsidentin Volksschulgemeinde Eschlikon (Bild: Donato Caspari)