Zweite Bauetappe steht an

MÜNCHWILEN. Die Schule von Münchwilen saniert für 6,2 Millionen Franken das Zentrum Waldegg. In den nächsten Monaten wird am Westtrakt und an der alten Turnhalle gearbeitet. Bei der Sportstätte erhöht die Behörde die Erdbebensicherheit.

Philipp Haag
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Armin Sutter, in der Schulbehörde für die Liegenschaften zuständig, vor der verwitterten Fassade des Schulhaus-Westtraktes. (Bilder: Urs Jaudas)

Armin Sutter, in der Schulbehörde für die Liegenschaften zuständig, vor der verwitterten Fassade des Schulhaus-Westtraktes. (Bilder: Urs Jaudas)

Münchwilen. Gravierende Zwischenfälle gab es keine während der ersten Bauetappe, obwohl der Schulbetrieb mit den 200 Oberstufenschülerinnen und -schülern im Schulzentrum Waldegg aufrechterhalten werden musste. Darüber ist Armin Sutter, in der Schulbehörde für die Liegenschaften zuständig, äusserst froh. «Die Schülerinnen und Schüler haben sich sehr diszipliniert verhalten.» Sutter ist zuversichtlich, dass dies auch während der zweiten Sanierungsetappe des über 40jährigen Gebäudekomplexes so sein wird. Der Gesamtsanierung für 6,2 Millionen Franken hatten die Münchwiler Stimmberechtigten im November 2009 zugestimmt.

In diesen Tagen werden die Sicherheitsvorkehrungen angebracht. Die Baustelle wird eingezäunt und die Schüler erhalten entlang des Sportplatzes einen separaten Zugang zum Schulgelände. Ausserdem werden die Fassadengerüste mit Schutznetzen gesichert. Dass es verboten ist, die Baugerüste zu betreten, das wissen die Schüler. Wie sie sich in den nächsten Monaten zu verhalten haben, darüber werden sie Ende März nochmals informiert. Für alle, Lehrer und Schüler, Schulleitung, Hausdienst, aber auch die Bauleitung, ist das Aufrechterhalten des Schulbetriebs während der Bauarbeiten eine Herausforderung. Dank guter Zusammenarbeit und flexiblem Verhalten aller Beteiligten funktioniert es.

Eine Wärmepumpe eingebaut

Nachdem die Arbeiten an den Gebäudehüllen, der Heizungs- und der Solaranlage beim Osttrakt und dem Singsaal weitgehend beendet sind, wird ab Anfang April am Westtrakt und an der alten Turnhalle gearbeitet.

Auch bei diesen beiden Gebäuden wird die Hülle saniert: An den Fassaden wird eine zeitgemässe Wärmedämmung angebracht, die Fenster werden ersetzt und die Flachdächer neu isoliert. Durch diese Sanierungsmassnahmen kann der Energiebedarf um bis zu 35 Prozent gesenkt werden, was angesichts des früheren jährlichen Energieverbrauchs von 70 000 bis 80 000 Liter Öl für die gesamte Schulanlage einem gewaltigen Sparpotenzial gleichkommt.

Der Schulhaus-Westtrakt wird zudem rollstuhlgängig gemacht, indem ein Lift eingebaut und bei den Treppen eine Rampe erstellt wird. Dies ist heute Standard. Erneuert wird auch der Brandschutz. So werden die Fluchtwege deutlich signalisiert. Bei der Turnhalle wird – hochaktuell angesichts der Erdbebenkatastrophe von Japan – die Erdbebensicherheit erhöht: Eine Backsteinmauer wird durch eine Betonmauer ersetzt. Dies sei zwar zurzeit noch keine Vorschrift, sagt Sutter, «wir versuchen aber, mit gutem Beispiel voranzugehen». Ersetzt werden in der Turnhalle noch die WC-Anlagen. Die Bauarbeiten liegen gemäss Sutter im Zeitplan und sollten im Lauf des Novembers abgeschlossen sein. Im Frühling 2012 werden dann die Umgebungsarbeiten getätigt.

Die Kosten einhalten

Gemäss aktueller Prognose werden die Kosten voraussichtlich um zwei bis drei Prozent überschritten. Der Grund sind Mehraufwendungen wegen unvorhergesehener Unterkonstruktionen bei den Flachdachbelägen. Trotzdem setzt sich Sutter das Ziel, die Gesamtkosten mittels Kontrolle einhalten zu können.

Die bereits sanierten Mauern sehen wieder hell und freundlich aus.

Die bereits sanierten Mauern sehen wieder hell und freundlich aus.