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Zwei Wochen zu früh passt grad

Anjo Gunsch ist der 4000. Gachnanger. Gestern abend wurde der knapp anderthalb Monate alte Säugling auf der Gemeindekanzlei offiziell gewürdigt. Jetzt hat es auf dem Gemeindegebiet noch Platz für etwa 350 Neuzuzüger.
Mathias Frei
Der 4000. Gachnanger Anjo Gunsch bekommt auf dem Arm von Mami Natalie Gunsch wenig mit vom Trubel. Gemeindepräsident Matthias Müller stösst gleichwohl mit der stolzen Mama und Papi Christof Pfister an. Anjos ältere Geschwister Lena und Matteo finden's auch lässig. (Bild: Reto Martin)

Der 4000. Gachnanger Anjo Gunsch bekommt auf dem Arm von Mami Natalie Gunsch wenig mit vom Trubel. Gemeindepräsident Matthias Müller stösst gleichwohl mit der stolzen Mama und Papi Christof Pfister an. Anjos ältere Geschwister Lena und Matteo finden's auch lässig. (Bild: Reto Martin)

GACHNANG. Dass er der 4000. Gachnanger Einwohner ist, versteht er wohl erst, wenn er bis 4000 zählen kann. Aber das dauert noch. Denn Anjo Gunsch ist erst vergangenen Pfingstmontag auf die Welt gekommen – zwei Wochen vor dem eigentlichen Geburtstermin. Dass der kleine Anjo pressiert habe, um Gachnangs Jubiläums-Einwohner zu werden, glaubt Papa Christof Pfister nicht. Schon Anjos zwei Geschwister seien früher gekommen. Pfister und seine Ehefrau Natalie Gunsch wohnen seit rund dreieinhalb Jahren in Islikon. Zuvor lebten sie im zürcherischen Pfungen.

Gekommen, um zu bleiben

«Jetzt zügle ich nicht mehr», sagt Papa Christof Pfister gestern abend am kleinen Empfang in der Gemeindekanzlei. Bis die Kinder aus dem Haus seien, würden sie sicher in Islikon bleiben. «Das hört man gern», meint Gachnangs Gemeindepräsident Matthias Müller dazu. Seine Gemeinde verzeichnete 2015 laut kantonaler Statistik das grösste Bevölkerungswachstum im Kanton. Und auch in den vergangenen Jahren war der Zuwachs überdurchschnittlich. Anfangs Juni 1995 waren 2770 Personen zivilrechtlich in Gachnang gemeldet. Mittlerweile sind es 44 Prozent mehr, nämlich 4010 (per 1. Juni 2016). Nur einmal gab es einen grösseren Rückgang, nämlich, als Gerlikon auf Anfang 1998 zu Frauenfeld kam.

Gemeindepräsident Müller rechnet damit, dass Gachnang etwa in vier Jahren um die 4350 Einwohner haben wird. Das bringe man vom Zonenplan her mit innerer Verdichtung hin. Danach gebe es kaum noch Spielraum. Für die Gemeinde Gachnang sei das eine Einwohnerzahl, die man noch gut handeln könne, sagt Müller. So kenne man sich noch, die vorhandene Infrastruktur müsse nicht massiv vergrössert werden. Ausser bei der Primarschule, die einen Neu- respektive Erweiterungsbau in Islikon plant. Und notfalls könne man schon aufs neue Schuljahr einen Kindergarten-Pavillon aufstellen, sagt Müller. Wobei die zwei Überbauungen, die heuer bezugsbereit sind, dem ersten Vernehmen nach eher Doppelverdiener-Paare ohne Kinder anziehen würden.

Dabei scheint Gachnang durchaus kinderfreundlich zu sein. Die Familie Gunsch und Pfister ist nicht zuletzt wegen der Kinder nach Islikon gezogen. «Wir haben ein passendes Haus gefunden», sagt Natalie Gunsch. Und die Verkehrsanbindung sei natürlich ein grosser Vorteil. Ebenfalls mit Familie ist Christian Müller nach Gachnang gezogen. Sie hätten in Frauenfeld nichts gefunden – im Gegensatz zu Gachnang, wo er nun mit Frau und Töchtern lebt. Er ist als 4001. Gachnanger gemeldet. Die junge Madelayne Wolint, Gachnangerin Nummer 3999, war gestern kurzfristig verhindert.

Nur Anjo ist steuerbefreit

Anjo Gunsch bekommt unter anderem einen Gachnanger Teddybären überreicht. An dem wird er gewiss seine Freude haben. Noch mehr Freude hätten die Eltern wohl an einem steuerbefreiten Jahr. «Solche Geschenke kann die Gemeinde Anjos Eltern leider nicht machen», sagt Gemeindepräsident Müller. Nur Anjo müsse die nächsten 18 Jahre keine Steuern zahlen.

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