Zwei weitere Münzschätze gezeigt

FRAUENFELD. Nebst dem Griesenberger Silberschatz zeigt die Ausstellung «Le Trésor» im Museum für Archäologie noch zwei weitere Münzfunde. Beim ersten handelt es sich um eine spätrömische Münzrolle aus dem Kastell Pfyn.

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Die römische Münzrolle und ihr modernes Pendant. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

Die römische Münzrolle und ihr modernes Pendant. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

FRAUENFELD. Nebst dem Griesenberger Silberschatz zeigt die Ausstellung «Le Trésor» im Museum für Archäologie noch zwei weitere Münzfunde. Beim ersten handelt es sich um eine spätrömische Münzrolle aus dem Kastell Pfyn. Schon die Römer haben die Münzen in Rollen gewickelt – anstelle des heute dafür üblichen Papiers verwendeten sie dafür Leder oder Stoff. Bei der Pfyner Münzrolle hat sich das organische Material zersetzt – die Bronzemünzen sind aber ineinanderkorrodiert, so dass die Rolle erhalten blieb. Gefunden hat sie der freiwillige Mitarbeiter Reto Müller im Schuttkegel des römischen Kastells. In einer Flutkatastrophe musste die Thur einen Teil des Kastellhügels abgeschwemmt haben. Der Schuttkegel wurde vor kurzem entdeckt.

Ein weiterer Silberschatz stammt aus Frauenfeld. Im Waldgebiet Aumühle entdeckte Andreas Portner, auch er ein freiwilliger Mitarbeiter, zwölf Münzen aus dem 17. Jahrhundert. Es könnte sich um den Inhalt einer Geldbörse gehandelt haben, die verlorengegangen oder versteckt worden war. Der Wert entsprach etwa drei Taglöhnen eines Wollwebers. (wid)

Münzen aus Frauenfeld, zwischen 1600 und 1700. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

Münzen aus Frauenfeld, zwischen 1600 und 1700. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))