Zwei Tage lang klingt die Altstadt

FRAUENFELD. Wie die Musikfestwochen Winterthur, nur kleiner: So präsentiert sich «Musig i dä Stadt» kommendes Wochenende in der Frauenfelder Altstadt. Das Kinderprogramm ist neu am Samstag, der musikalische Fokus bleibt bei regionalen Bands.

Mathias Frei
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Am Samstagnachmittag: Marius & die Jagdkapelle, aber ohne Pepe. (Bild: pd)

Am Samstagnachmittag: Marius & die Jagdkapelle, aber ohne Pepe. (Bild: pd)

Als «Punks unter den Kindermusik-Bands»: So wurden Marius & die Jagdkapelle von der «Schweizer Illustrierten» schon bezeichnet. Etwas durchgeknallt sind die Jäger aus St. Gallen alleweil. Deshalb feiern sie heuer auch ihr elfjähriges Bestehen – und haben sich für einige Konzerte den Frauenfelder Bandleader Pepe Lienhard und seine acht Bläser geschenkt. Aber genau am nächsten Samstag ist Lienhard nicht dabei. Es wäre für ihn ein Heimspiel gewesen, auf dem Bankplatz in der Frauenfelder Altstadt bei «Musig i dä Stadt».

Als Entschädigung sozusagen erwarten die Veranstalter des Altstadtfestivals – Marco Kern, Stefan Rutishauser und Mike Surer – eine Delegation höchster politischer Würdenträger aus Frauenfelds Partnerstadt Kufstein. Kufstein statt Pepe: auch nicht zu verachten. Aber «Musig i dä Stadt» ist nicht nur Kinderprogramm am Samstagnachmittag.

Freitag gehört den Jungen

Zum dritten Mal geht das kleine Open Air über die Bühne, zum zweiten Mal nun auf dem Bankplatz und in der Freie Strasse. «Zwei schöne Konzertabende und ein lustiges Kinderfest: Das ist unsere Idee», sagt Marco Kern. Wie schon in den Vorjahren gehört der Freitagabend eher dem jüngeren Publikum, während es am Samstag für Jung bis Alt etwas zu hören und zu sehen gibt.

Die Frauenfelder Band der Stunde, The Rising Lights, eröffnet am Freitag mit schnellem Indierock. Nach Siegen am Frauenfelder Jugendkulturpreis und am Thurgauer Contest13 holten sie sich diesen Frühsommer den dritten Platz an Österreichs grösstem Bandwettbewerb «Local Heroes» in Wien. Auch die Weinfelder von Old Gypsy Man's Hat haben sich dem Indierock verschrieben. Auf sie folgen Neckless aus Winterthur, «spannende Musik irgendwo zwischen Queen und Muse», wie Kern erklärt. Den Abschluss bildet die zehnköpfige Reggae-Truppe Drops aus Wil.

«Musig i dä Stadt» dauert erstmals nur noch zwei Tage. Das Kinderprogramm vom Sonntag ist auf den Samstagnachmittag verlegt worden. Es spielt, wie schon erwähnt, Marius & die Jagdkapelle. Die Konzentration auf zwei Tage bringe organisatorische Vorteile mit sich, und die Behinderungen für die Anwohner seien auch geringer, erklärt Kern.

Musikalisch alte Hasen

Die ersten zwei Bands am Samstagabend gehören zu den alten Hasen. Zuerst Floriano & his Zilverband: Das ist Pop und Rock mit der Band des Frauenfelder Musiklehrers Floriano Hugentobler. Bei ihm spielt unter anderem GLP-Gemeinde- und Kantonsrat Stefan Leuthold am Keyboard. Danach stehen die Mundartrocker The Ashtrays auf der Bühne. Die Heimweh-Seebachtaler können auf eine über 20jährige Bandgeschichte zurückblicken. Zum Schluss gibt Panda Lux aus Rorschach Indiepop im Nachklang der Hamburger Schule zum besten.

700 Besucher erwartet

Vergangenes Jahr kamen insgesamt 700 Besucher an drei Tagen. Heuer sollten es nicht weniger werden, hofft Kern. «Wir wollen aber zugleich nicht noch gross wachsen. Es soll ein stimmungsvolles Festival für die Region sein mit regionalen Künstlern.» Aber besser werden wollen die Veranstalter, zum Beispiel mit einer neuen Bühne, wodurch hochwertigere Bühnentechnik möglich wird.

Am Freitagabend: Drops, hier im Wiler Stadtweiher. (Bild: pd)

Am Freitagabend: Drops, hier im Wiler Stadtweiher. (Bild: pd)

Schliessen den Samstagabend ab: Panda Lux. (Bild: Urs Bucher)

Schliessen den Samstagabend ab: Panda Lux. (Bild: Urs Bucher)

The Rising Lights: Die Lokalmatadoren eröffnen den Freitagabend. (Bild: pd)

The Rising Lights: Die Lokalmatadoren eröffnen den Freitagabend. (Bild: pd)