Zwar keinen Präsidenten, aber autofrei

Frauenfeld und Basel haben auf den ersten Blick nicht viel gemein. Hier der noch immer beschauliche und überschaubare Thurgauer Hauptort, dort die weltgewandte Grossstadt.

Stefan Hilzinger
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Frauenfeld und Basel haben auf den ersten Blick nicht viel gemein. Hier der noch immer beschauliche und überschaubare Thurgauer Hauptort, dort die weltgewandte Grossstadt. Auf den zweiten Blick gibt es aber überraschend viele Parallelen: Beide Städte liegen an einem Fluss, haben einen Zoo und ein historisches Rathaus. Und beidenorts hat es Industriezweige, welche die Stadt prägen: In Basel ist es die Chemische, in Frauenfeld die Zuckrige – zumindest an vier Monaten im Jahr.

Doch auf den dritten Blick erst zeigt sich die wahre Grösse des kleinen Frauenfeld. Denn die Stadt hat dem grossen Basel doch einiges voraus: Frauenfeld ist der Hauptort eines ganzen Kantons, Basel bloss eines halben. Und Frauenfeld hat schon bald einen Stadtpräsidenten, in Basel gibt es keinen. Der Regierungspräsident des Halbkantons gilt auch als Stapi.

Auf Anfang Jahr nun hat Basel Frauenfeld aber den Rang abgelaufen: Die Basler Altstadt ist autofrei, darum herum gibt es eine grosse Tempo-30-Zone. Die Freie Strasse in Basel ist also autofrei, die hiesige nicht. Wen es trösten mag: Am Rhein ging es 15 Jahre, bis das Verkehrskonzept in Kraft war.