Zuwanderung leicht rückläufig

Im Jahr 2009 zogen 2644 Personen mehr in den Kanton Thurgau zu als von hier weg. Markant zugenommen hat die Zuwanderung aus anderen Kantonen.

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frauenfeld. Die Nettozuwanderung lag damit knapp 700 Personen unter dem Rekordstand des Vorjahres (3341), wie der neuesten Ausgabe des elektronischen Newsletters der Dienststelle für Statistik zu entnehmen ist. Die Zuwanderung bewegt sich jedoch nach wie vor auf hohem Niveau. 9855 Personen sind 2009 aus anderen Kantonen oder aus dem Ausland in den Thurgau gezogen. Der Rückgang ist vollumfänglich auf weniger Zuzüge aus dem Ausland zurückzuführen. In den drei Jahren zuvor waren es immer mehr.

Die internationalen Wanderungen machen mit gut 75 Prozent den weitaus grössten Teil des Zuwanderungsüberschusses aus.

Mehr Zuzüge aus der Schweiz

Spürbar höher als im Vorjahr fiel jedoch die Nettozuwanderung aus anderen Kantonen aus. Im Jahr 2009 zogen rund 6000 Personen aus anderen Kantonen in den Thurgau und rund 5360 Personen vom Thurgau in einen anderen Kanton.

Der Wanderungssaldo zwischen dem Thurgau und anderen Kantonen war mit 641 Personen um gut 100 Personen höher als im Vorjahr und so hoch wie seit 1996 nicht mehr.

Mit einem Binnenwanderungsüberschuss von 2,6 Personen pro tausend Einwohner lag der Kanton Thurgau im Jahr 2009 im interkantonalen Vergleich an siebter Position. Die Mehrheit der Schweizer Kantone (16) registrierten Binnenabwanderungen.

Kreuzlingen an der Spitze

Am weitaus häufigsten wird innerhalb des Kantons umgezogen. Im Durchschnitt aller Thurgauer Gemeinden ziehen von 100 Neuzuzügern 46 aus einer anderen Thurgauer Gemeinde, 33 aus einem anderen Kanton und 21 aus dem Ausland zu.

Die grösste Nettozuwanderung verzeichnete 2009 Kreuzlingen (515 Personen), gefolgt von Frauenfeld (256) und Romanshorn (181). Die Stadt Kreuzlingen zog gemäss Newsletter mit Abstand am meisten Neuzuzüger aus dem Ausland an. Sirnach, Romanshorn und Frauenfeld schwangen bei den Zuzügen aus anderen Kantonen obenaus. (red.)