Zuversicht in der Industrie

Positive Signale aus den USA und Europa sowie leicht steigende Exporte lassen die Ostschweizer Industrie hoffen. Hingegen könnte sich die Bautätigkeit in den nächsten Monaten abkühlen.

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Der Bauboom könnte den Höhepunkt erreicht haben. (Bild: Urs Jaudas)

Der Bauboom könnte den Höhepunkt erreicht haben. (Bild: Urs Jaudas)

Der Ostschweizer Konjunkturindex blieb im August praktisch konstant, wie das Beratungsunternehmen Ecopol im neusten Konjunkturbericht mitteilt. Positive Aussichten aus der Euro-zone wie aus den USA nähren vor allem in der Ostschweizer Industrie Hoffnungen.

Exporte steigen weiter an

Laut der Unternehmensbefragung, die dem Konjunkturbericht zugrunde liegt, beurteilt die Industrie ihre Geschäftslage besser als im Schweizer Durchschnitt. Wachstumssignale kommen vor allem aus der Maschinen-, der Chemie- und der Kunststoffindustrie. In der Metall-, der Druck- und der Textilindustrie ist die Lage weiterhin angespannt. Auch im Juli haben die Exporte der Ostschweizer Industrie insgesamt zugenommen. Beigetragen haben insbesondere alkoholfreie Getränke, Präzisionsinstrumente, Kunststoffe und Apparate.

Bautätigkeit schwächer

Hingegen könnte in der Bauwirtschaft der Höhepunkt des Booms erreicht sein. Die befragten Bauunternehmen freuen sich zwar noch über hohe Umsätze. Für die nächsten Monate erwarten sie aber einen leichten Rückgang der Bautätigkeit. Diese Erwartung deckt sich auch mit der Entwicklung der Baugesuche und Bewilligungen. Insbesondere im Bauhauptgewerbe wird ein Rückgang der Nachfrage wahrscheinlicher.

Die Mehrheit der befragten Detailhändler sind weiter zuversichtlich, obwohl die Umsätze und Kundenfrequenzen in den letzten beiden Monaten zurückgegangen sind. Die verhaltene Konsumentenstimmung und die sinkenden Preise drücken auf Umsätze und Margen. (red.)