ZUSAMMENKUNFT: Thurgauer Landfrauen stellen Weichen für morgen

Die Vorstandsmitglieder der ­Landfrauenvereine tagten im BBZ Arenenberg.

Margrith Pfister-Kübler
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Sie sind in Stimmung für nach­haltige Strahlkraft: die Thurgauer Landfrauen. Die Präsidentinnen und Vorstandsfrauen der 56 örtlichen Landfrauenvereine tagten unter der Leitung von Regula ­Böhi-Zbinden, Präsidentin des Thurgauer Landfrauenverbandes, in der Mehrzweckhalle des BBZ Arenenberg. Schon im Eingang zeigte eine Ausstellung die Kreativität der Landfrauen. «Kneipp-Espresso gefällig» lockte ein Kurs fürs Immunsystem. Es half sofort: das Eintauchen bis über die Ellbogen in normales kaltes Wasser. Rundum gab es viel zu bestaunen zum Auftakt der Versammlung mit rund 150 Landfrauen und befreundeten Organisationen. Die neue Werbetafel «Wir Thurgauer Landfrauen sind aktiv, vielseitig und attraktiv» wirkte mit all den dynamischen Frauen wie ein Filmstoff für gutes Leben. Zu den Landfrauen zählen neben Bäuerinnen viele Berufsfrauen, die sich der Lebensgestaltung der Landfrauen verbunden fühlen.

Im Jahr 2016 fanden 307 Aktivitäten statt

Wenn es darum geht, die Thurgauer Landfrauen zu repräsen­tieren, bilden Präsidentin Regula Böhi mit Vreni Peter, zuständig fürs Weiterbildungsprogramm, eine Art strahlende Einheit. 148 Kurse, 39 Vorträge, 120 Reisen und Besichtigungen – also total 307 Aktivitäten wurden im Jahr 2016 durchgeführt, dazu kamen noch 165 «weitere Anlässe», von Burn-out bis Gartenbau und Sport. Das neue Weiterbildungsprogramm wurde von Vreni ­Peter, Beraterin Hauswirtschaft und Familie vom BBZ Arenenberg, vorgestellt. «Wir haben 72 Kurse im Angebot, davon sind 34 neu. Wir werden auch Neues ausprobieren», sagte Vreni Peter. Nachhaltigkeit in der Weiterbildung sei eines der grossen Themen. Stiftungspräsidentin Liselotte Peter berichtete aus ihrer Arbeit von der Winterhilfe Thurgau, die ganzjährig tätig ist. Sie sprach von einem «neuzeitlichen Rekord»: 2016/2017 wurden 450 Personen unterstützt, davon 174 Kinder. Sorge bereitet die hohe Zahl von Arbeitslosen, Ausgesteuerten und psychisch Kranken. Elisabeth Waeger bot Einblick in die Verarbeitung der ­Gesuche: «Wir unterstützen subsidiär.» Geholfen werde regional. Die Winterhilfe Thurgau unterstütze Menschen mit bescheidenen finanziellen Mitteln oder in finanziellen Notlagen, in denen kein Geld der öffentlichen Hand beansprucht werden könne, mit punktuellen Unterstützungsleistungen und nachhaltiger ­Hilfe.

Auf gutem Weg befindet sich die Bauerngarten-Route Thurgau, informierte Sybille Roth. Bisher haben sich ein Dutzend Gartenbesitzer gemeldet. Anschliessend wurde der Pilotversuch «zuckerfreie Pausenmilch» angeschnitten und kontrovers diskutiert. Die Landfrauen-Präsidentin Regula Böhi-Zbinden sagte: «Wir machen den Pilotversuch mit.» Sie empfahl ausserdem, mit den Schulleitungen das Gespräch zu suchen.

Margrith Pfister-Kübler

thurgau@thurgauerzeitung.ch

Hinweis

Das detaillierte Weiterbildungsgramm ist zu finden auf der Webseite www.landfrauen-tg.ch.

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