Zur Erholung nach Diessenhofen

DIESSENHOFEN. Der Regierungsrat hat das Projekt Rheinufer-Renaturierung «St. Katharinental» mit Bunkerabbruch bewilligt. Kosten darf das höchstens 173 000 Franken.

Gjon David
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Das Rheinufer St. Katharinental wird auf etwa 90 Metern renaturiert. (Archivbild: Nana do Carmo)

Das Rheinufer St. Katharinental wird auf etwa 90 Metern renaturiert. (Archivbild: Nana do Carmo)

«Wir sind der Regierung sehr dankbar für die Bewilligung des Projekts», sagt Walter Sommer, Stadtammann von Diessenhofen. Es sei am richtigen Ort investiert worden.

Das Rheinufer «St. Katharinental» in der Gemeinde Diessenhofen wird als Pilotstrecke auf einer Länge von rund 90 Metern renaturiert. Der Regierungsrat hat gestern das Projekt bewilligt. Durch die naturnahe Gestaltung des Ufers wird der Abschnitt aufgewertet und der Zugang für Erholungsuchende verbessert.

Im ursprünglichen Projekt war der Abriss des Bunkers noch nicht vorgesehen. «Dieser Bunker musste weg», sagt Sommer. Der Stadtrat Diessenhofen verlangte: «wenn schon renaturiert wird, dann solle man doch bitte den Bunker abbrechen», erklärt Sommer. Danach wurde das Projekt entsprechend überarbeitet. «Dieser Bunker war noch ein Relikt vom Zweiten Weltkrieg, der passte nicht zum ganzen Erscheinungsbild der modernen Rehaklinik in der schönen, barocken Klosteranlage», meint Sommer.

Im Projektgebiet liegt eine öffentliche Badeanstalt. Durch die Renaturierung wird der Uferabschnitt ökologisch aufgewertet und «Badenden wird der Zugang zum Rhein somit erleichtert», sagt Sommer. Ebenso werden die fischbiologischen Bedingungen verbessert. Im Zuge der Renaturierung wird das Ufer abgeflacht und mit Wandkies überschüttet.

An einzelnen Stellen werden Sitzgelegenheiten mit Natursteinen erstellt. Das Flachgebiet hinter der Böschungskante wird begrünt und steht weiterhin der Landwirtschaft und den Badenden zur Verfügung.

Die Gesamtkosten betragen 173 000 Franken. An diese Kosten leisten die Kraftwerke Schaffhausen AG, die Klinik St. Katharinental sowie die Liegenschaftenverwaltung des Kantons Thurgau Beiträge. Der Anteil der Gemeinde Diessenhofen an den Nettokosten von 96 000 Franken beträgt knapp 17 000 Franken.