ZUNAHME: Neuer Thurgauer Babyboom

Die Zahl der Neugeborenen steigt weiter an. 2866 Babys mit Wohnsitz im Thurgau kamen im Jahr 2016 zur Welt. Im langjährigen Kantonsvergleich zählt der Thurgau sogar zu den Geburten-Turbos.

Drucken
Teilen

Im vergangenen Jahr kamen im Thurgau so viele Kinder zur Welt wie seit 20 Jahren nicht mehr: 2866 Neugeborene wurden zwischen dem Bodensee und dem Hörnli gezählt. Mit einem Zuwachs von 2,9 Prozent im Jahr 2016 setzte sich der Trend steigender Geburtenzahlen fort (siehe Grafik). Dies schreibt die Dienststelle für Statistik auf ihrer Webseite. Die Zuwachsrate liegt über dem gesamtschweizerischen Schnitt von 1,5 Prozent.

Überdurchschnittlich ist auch der Zuwachs der Geburtenzahlen im interkantonalen Vergleich der Jahre 2010 und 2016. Nur in Schaffhausen und Glarus kamen im Vergleich dieser Jahre prozentual mehr Kinder zur Welt als im Thurgau. 20 Prozent waren es in diesem Kanton, gesamtschweizerisch nahm die Zahl um 9,5 zu.

Das Geschlechterverhältnis im Thurgau ist im Jahr 2016 nahezu ausgeglichen. 1439 Knaben und 1427 Mädchen kamen zur Welt, Differenz 12. 2015 waren es 127 mehr männliche als weibliche Babys. Das männliche Geschlecht ist seit Jahren in der Mehrzahl.

Frauenfeld zählt die meisten Neugeborenen

Die Daten der Dienststelle für Statistik lassen Aussagen zu den einzelnen Gemeinden zu. Die Stadt Frauenfeld – der bevölkerungsreichste Ort – ist mit 273 Neugeborenen die geburtenstärkste Kommune. Auf Frauenfeld folgen die Stadt Kreuzlingen mit 215 und Amriswil mit 153 Geburten. Massgebend ist die Wohnsitzgemeinde der Mutter. In der einwohnerschwächsten Gemeinde Gottlieben kamen auch die wenigsten Kinder zur Welt: zwei. Je fünf Neugeborene erfreuten Kesswil, Warth-Wei­ningen und Raperswilen.

Bei der Staatsangehörigkeit schwingt die Schweiz mit 2124 Babys obenauf. Auf Rang zwei folgt Deutschland (225), auf Rang drei Mazedonien (99). Eines von vier Thurgauer Babys ist ausländischer Nationalität.

Sebastian Keller

sebastian.keller@thurgauerzeitung.ch