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Zum Bäume- Ausreissen

Murgspritzer

Da sage noch einer, die Welt sei gerecht. Die einen trauern, die anderen überkommt ein Schauern und sie können ihren Augen kaum trauen. Maximale Diskrepanz – und das in einer Entfernung von nur wenigen Kilometern.

Was hat der Sturm in der Nacht auf den 2. August nicht vielerorts Schäden angerichtet? Entwurzelte Bäume, zerstörte Obstplantagen, überflutete Keller, Schäden in Millionenhöhe. Eine geknickte Linde oberhalb eines Dorfs, dessen Name mit Abfall in Verbindung gebracht wird, schockierte weit herum. Der Tod eines über hundertjährigen Wahrzeichens, ojemine!

In der Kantonshauptstadt hat man derweil ganz andere Probleme. Unzumutbar sei der Anblick, eines Stadtbilds unwürdig: die nackten Fassaden der Gebäude der Schulanlage Auen, für alle sichtbar. Schon vor dem offiziellen Baustart der 47-Millionen-Franken-Sanierung fällen Förster sämtliche Bäume rund um die Schule. «Zum Bäume ausreissen!», wenn dann bloss nicht noch mehr grausame Bauten zum Vorschein kommen.

Klar, noch bevor 2020 die Bauarbeiten zu Ende gehen und das neue «Auen» vor Glanz erstrahlt, begrünt die Schulbehörde das Areal neu. «Unzumutbar, eines Stadtbilds unwürdig», heisst es dann wohl. Wie könne man nur mit Grün solch topmoderne Bauten verstecken? In der Stadt gewollt, auf dem Land primär Tribut gezollt. Maximale Diskrepanz – und das in einer Entfernung von nur wenigen Kilometern. (sko)

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